Mieter sind nicht berechtigt, Getränkekisten auf dem gemieteten, offen zugänglichen Tiefgaragenstellplatz zu lagern. Dieser Platz ist nur für Fahrzeuge und Zubehör vorgesehen. Das Lagern anderer Gegenstände ist geschlossenen Räumen vorbehalten und wäre damit auf dem Stellplatz ein vertragswidriger Gebrauch der …
Schlagwort: Mietrecht – Urteile
Eigenbedarfskündigung zugunsten von Cousins möglich?
Eine Personengesellschaft ist nach Erwerb der Mietsache und Eintritt in ein bestehendes Mietverhältnis gemäß § 577a Abs. 1a Satz 2 Alt. 1 BGB wegen des Ausspruchs einer Eigenbedarfskündigung ausnahmsweise nicht von der gesetzlichen Kündigungssperre des § 577a Abs. 1a Satz …
Aufrechnung mit verjährten Schadensersatzforderungen wegen Beschädigung der Mietsache gegen Kautionsrückzahlungsanspruch
Eine Aufrechnung des Vermieters mit verjährten Schadensersatzforderungen wegen Beschädigung der Mietsache gegen den Kautionsrückzahlungsanspruch des Mieters im Rahmen der Kautionsabrechnung regelmäßig ist auch dann möglich, wenn der Vermieter die ihm zustehende Ersetzungsbefugnis (Verlangen von Schadensersatz in Geld statt einer Wiederherstellung …
Unterlassungsanspruch wegen Immissionen von Windenergieanlagen?
Ein zivilrechtlicher Unterlassungsanspruch besteht gem. §§ 1004 Abs. 1 S. 1, 906 Abs. 1 BGB nur dann, wenn „wesentliche Beeinträchtigungen“ im Sinne von § 906 Abs. 1 BGB vorliegen, die über die Duldungspflicht im Sinne von § 906 Abs. 1 …
Wenn die Wärmedämmung die gemeinsame Grundstücksgrenze überschreitet
Nach § 23 a Abs.1 NachbG NRW hat der Eigentümer zwar die Überbauung seines Grundstücks aufgrund von Maßnahmen, die an bestehenden Gebäuden für Zwecke der Wärmedämmung vorgenommen werden, zu dulden, wenn diese über die Bauteileanforderungen in der Energiesparverordnung vom 24.7.2007, …
Muss Güllegestank hingenommen werden?
§ 906 BGB begründet Duldungspflichten des von der Zuführung von Gerüchen oder anderen unwägbaren Stoffen betroffenen Eigentümers in zwei Fällen. Nach § 906 Abs. 1 BGB hat dieser solche Einwirkungen zu dulden, die die Benutzung seines Grundstücks nicht oder nur …
Schadenersatz bei Fogging?
Die Voraussetzungen für den von einem Mieter wegen des sogenannten Fogging gegen den Vermieter geltend gemachten Schadensersatzanspruch aus § 536 a Abs. 1 Alt. 2 BGB einschließlich des Verschuldens des Vermieters sind vom Mieter darzulegen und zu beweisen. Insoweit gilt …
Wann liegt eine Mietaufhebungsvertrag vor?
Die Bewertung einer Erklärung als Angebot zum Abschluss eines Mietaufhebungsvertrags ist nur gerechtfertigt, wenn dadurch mit hinreichender Deutlichkeit zum Ausdruck kommt, dass sich der Erklärende hierdurch binden will. An den Bindungswillen dürfen nicht zu geringe Anforderungen gestellt werden. Ein Angebot …
Keine Eigenbedarfskündigung bei Ausschluss im notariellen Kaufvertrag!
Die notarielle Vereinbarung über den Ausschluss einer Eigenbedarfskündigung steht der Kündigung wegen Eigenbedarfs entgegen. Hierzu führte das Gericht aus: Die Kündigung wegen Eigenbedarfs ist gem. § 3 Ziffer 3b 1. Spiegelstrich des notariellen Kaufvertrags vom 11.1.2012 ausgeschlossen. Demnach verpflichtet sich …
Mietminderung im Zuge von Sanierungsmaßnahmen
Beeinträchtigungen im Rahmen einer energetischen Gebäudesanierung u.a. durch Baulärm und abgehängte Fenster berechtigen betroffene Mieter je nach konkreter Beeinträchtigung zu einer Minderung des Mietzinses von 5 bis 10 %. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: Die Beklagte begann im …
Anforderungen an die Verlängerung der Räumungsfrist
Ein Anspruch auf Verlängerung einer gerichtlich gewährten Räumungsfrist kann gemäß § 721 Abs. 3 ZPO insbesondere dann bestehen, wenn die Suche nach Ersatzwohnraum während der gewährten Räumungsfrist – trotz hinreichender Bemühungen des Mieters – erfolgslos war. Den Mieter trifft – …
Wohngebäudeversicherung umfasst keinen Sichtschutzzaun einer Terrasse
Ist in einer unter Geltung der VGB 2000 genommenen Wohngebäudeversicherung die Terrasse des versicherten Gebäudes mitversichert, erstreckt sich der Versicherungsschutz nicht auf einen Sichtschutzzaun auf die Terrasse. Haben die Parteien des Versicherungsvertrages vereinbart, dass sich der Versicherungsschutz auch auf „Einfriedungen“ …
Schönheitsreparaturen „Je nach Grad der Abnutzung“ fällig: Was bedeutet das?
Steht im Mietvertrag, dass der Mieter Schönheitsreparaturen in der Wohnung „je nach Grad der Abnutzung“ durchführen muss, sagt das nichts darüber aus, wie oft Wände zu streichen und Böden zu reinigen sind. Die Klausel regelt den Umfang, nicht den Zeitpunkt …
Rückbauverpflichtung des Mieters bei Zustimmung zur Veränderung der Mietsache
Eine Zustimmung zur Veränderung der Mietsache (etwa durch Verlegung eines anderen Bodens) bezieht sich im Allgemeinen nur auf die Vertragszeit mit der Folge einer entsprechenden Rückbauverpflichtung zum Vertragsende. Etwas anderes gilt nur für Veränderungen der Mietsache, die nicht allein auf …
Schadenersatz wegen Abriss einer Nachbarwand
Im Verschuldensfalle besteht bei Beschädigung einer gemeinsamen Grenzeinrichtung im Sinne von § 921 BGB unter Verstoß gegen § 922 S. 3 BGB ein Schadensersatzanspruch nach § 823 Abs. 1 bzw. § 823 Abs. 2, §§ 1004, 922 S. 3, § …
Beschlüssen der Wohnungseigentümer zum Austausch defekter Dachflächenfenster
Der Bundesgerichtshof hat über die Voraussetzungen entschieden, unter denen die Wohnungseigentümer für Erhaltungsmaßnahmen am Gemeinschaftseigentum eine von der bisherigen Kostenverteilung abweichende Kostentragung zulasten einzelner Wohnungseigentümer beschließen können. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: Der Kläger ist Mitglied der beklagten …
Wasser direkt mit dem Mieter abrechnen?
Versorgungsverträge über die Wasserlieferung kommen ausschließlich mit dem Grundstückseigentümer zustande. Dieser kann nicht verlangen, dass Versorgungsverträge direkt mit den einzelnen Mietern abgeschlossen werden – auch dann nicht, wenn die technischen Voraussetzungen hierfür geschaffen wurden. Die fälligen Abschlagszahlungen muß somit der …
Maklerprovision ohne Benennung des Namens des Vertragspartners?
Eine provisionspflichtige Nachweismaklerleistung liegt auch dann vor, wenn der Makler den Namen des Vertragspartners seinem Auftraggeber noch nicht mitgeteilt hat. Der Auftraggeber muss zwar grundsätzlich durch den Nachweis in die Lage versetzt werden, in konkrete Verhandlungen über den Abschluss eines …
Berechtigtes Interesse an einer Untervermietung bei Auszug eines Mitmieters
Im Falle des Auszugs eines von mehreren Mietern haben die in der Wohnung verbleibenden Mieter ein berechtigtes Interesse i.S.d. § 553 Abs. 1 BGB, den bisher im Innenverhältnis auf den ausgezogenen Mitmieter entfallenden Anteil des Mietzinses durch die Aufnahme eines …
Bauliche Veränderungen des Gemeinschaftseigentums zur Barrierereduzierung
Der Bundesgerichtshof hat auf der Grundlage des im Jahr 2020 reformierten Wohnungseigentumsrechts in zwei Verfahren über die Voraussetzungen und Grenzen baulicher Veränderungen des Gemeinschaftseigentums entschieden, die von einzelnen Wohnungseigentümern als Maßnahmen zur Barrierereduzierung (Errichtung eines Personenaufzugs bzw. Errichtung einer 65 …
Keine Befreiung von Zweitwohnungssteuer bei gemeinsamer Arbeitswohnung von Ehegatten
Das Verwaltungsgericht Gießen hat die Klage eines Ehepaares abgewiesen, das sich gegen die Heranziehung zur Zweitwohnungssteuer wandte. Ein gemeinsames Pendeln zwischen Hauptwohnsitz und Arbeitswohnsitz befreie nicht von dieser Steuer. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: Die Kläger bewohnen – …
Anspruch des Wohnungseigentümers auf Schadensersatz wegen Mietminderung nach unterlassener Instandsetzung des Gemeinschaftseigentums?
Nimmt der Mieter einer Eigentumswohnung vor Abschluss des Mietvertrages selbst als Vertreter des Wohnungseigentümers an einer Eigentümerversammlung teil und ist er infolgedessen über Mängel der Mietsache und den Umstand informiert, dass die Wohnungseigentümergemeinschaft eine Beseitigung der Mängel am Gemeinschaftseigentum ablehnt, …
Vergleichsmiete für gesamtes Haus kann nicht durch Addition ermittelt werden!
Im fraglichen Fall ging es um eine Mieterhöhung für ein einheitlich vermietetes Dreifamilienhaus. Der Mieter hatte das gesamte Haus zu monatlich 2.250 Euro gemietet. Der Vermieter hatte sich im Mieterhöhungsverlangen auf den örtlichen Mietspiegel bezogen. Da jedoch für Wohnungen über …
Sonderkündigungsrecht für Kabelfernsehverträge bestätigt
Das Bundesverfassungsgericht hat in zwei Parallelverfahren die Anträge von zwei Telekommunikationsunternehmen auf Erlass einstweiliger Anordnungen abgelehnt. Die Beschwerdeführerinnen errichten und betreiben Breitbandnetze zur Versorgung von Haushalten mit Kabelfernsehen. Dazu haben sie mit Wohnungswirtschaftsunternehmen langfristige Bezugsverträge abgeschlossen. Mit ihren Verfassungsbeschwerden und …
Baulärm kann zur Mietminderung berechtigen
Die Minderung von Miete für eine Wohnung, die nach dem Einzug der Mieterin von erheblichen Bauimmissionen auf einem Nachbargrundstück betroffen war, kann für die Dauer der Baumaßnahmen für gerechtfertigt sein. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: Die Mieterin hatte …
Auslegung einer Baugenehmigung hinsichtlich der Zulässigkeit einer Ferienwohnnutzung
Der Begriff des „Wohnens“ umfasste bereits in der BauNVO 1977 nicht die Vermietung von Wohnraum zur vorübergehenden Nutzung durch Feriengäste. Zwar kann das Wohnverständnis einzelner Genehmigungsbehörden in den 1980er Jahren von der damals in Rechtsprechung und Literatur herrschenden Auslegung der …
Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Einfamilienwohnhauses auch bei Denkmalschutz zulässig
Die Eigentümerin eines Einfamilienwohnhauses im Geltungsbereich der Satzung zum Schutz des Denkmalbereichs „Golzheimer Siedlung“ (Denkmalbereichssatzung) darf auf einer aus dem Straßenraum einsehbaren Dachfläche ihres Hauses eine Photovoltaikanlage errichten. Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist verpflichtet, die hierzu nach dem Denkmalschutzgesetz NRW erforderliche …
Feuerstättenschau muss geduldet werden
Nach dem Wortlaut des § 14 Abs. 1 SchfHwG ist ausschließlich der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger zur Durchführung der Feuerstättenschau ermächtigt. Danach kann kein anderer Schornsteinfeger die Feuerstättenschau durchführen. Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger ist ausweislich des Wortlauts der Norm („spätestens“) nicht gehalten, bis …
Nachbarklage gegen erteilte Befreiung für Sichtschutzzaun
Bei einer Befreiung von nicht nachbarschützenden Festsetzungen eines Bebauungsplans werden Nachbarrechte nicht schon verletzt, wenn die Befreiung aus irgendeinem Grund rechtswidrig ist, sondern nur dann, wenn der Nachbar durch das Vorhaben infolge der zu Unrecht erteilten Befreiung unzumutbar beeinträchtigt wird. …
Mieterhöhungszuschlag, wenn Schönheitsreparaturen unwirksam abgewälzt wurden?
Wird bei den im Mietspiegel befindlichen Werten davon ausgegangen, dass die Schönheitsreparaturen auf den Mieter abgewälzt worden sind, so enthalten die Mietspiegelwerte keine Anteile für Schönheitsreparaturen. Wurde mietvertraglich die Abwälzung unwirksam vereinbart, so kann der Vermieter bei einem Mieterhöhungsverfahren auf …
Laute Musik als Kündigungsgrund
Im vorliegenden Fall war mietvertraglich vereinbart, dass Musik auf Zimmerlautstärke zu hören sei. Zwischen den Parteien kam es zu Streitigkeiten wegen angeblich ruhestörenden Lärms durch zu lautes Musikhören. Der Mieter war der Ansicht, er habe Musik jeweils nur in Zimmerlautstärke …
Drei- bis viermal täglich Stoßlüften?
Täglich drei- bis viermaliges Stoßlüften zur Vermeidung von Schimmel (hier: Vermeidung von Tauwasser an den Kältebrücken) belastet den Mieter nicht überobligatorisch. Sofern der Mieter abwesend ist, so ist in dieser Zeit kein Lüften erforderlich. Dies ergibt sich daraus, dass bei …
Fristlose Kündigung bei Vermietung der Wohnung durch den Mieter über „airbnb“ an Touristen
Das Landgericht Berlin hatte im Rahmen einer Kostenentscheidung über die Erfolgsaussichten einer Räumungsklage aufgrund fristloser Kündigung zu entscheiden. Nach Auffassung der Zivilkammer könne der Vermieter den Vertrag über ein Wohnraummietverhältnis mit sofortiger Wirkung beenden, wenn ein Mieter seine Wohnung über …
Sonderhonorar für Aufwand nach Datenschutzgrundverordnung für den Verwalter?
Der WEG-Verwalter hat eine Reihe gesetzlicher Aufgaben zu erfüllen. Dazu gehört auch die Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten für die Wohnungseigentümergemeinschaft, auch wenn dies in § 27 WEG nicht ausdrücklich normiert ist. Die Daten einer Wohnungseigentümergemeinschaft sind in der Tat …
GbR kann Eigentümerin eines Grundstücks sein
Sind im Grundbuch die Gesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit dem Zusatz „als Gesellschafter bürgerlichen Rechts“ als Eigentümer eingetragen, so ist die Gesellschaft Eigentümerin des Grundstücks. Auf die Frage, ob die Gesellschaft auch selbst in das Grundbuch eingetragen werden könnte, …
Gartenzaun im Treppenhaus?
Im vorliegenden Fall versuchte ein Vermieter einen Streit um das richtige Lüften auf sehr eigenwillige Art zu lösen: Der Mieter verlangte zur Vermeidung der Auskühlung seiner Wohnung ein lediglich kurzes Lüften des Treppenhauses, sein Nachbar und der Vermieter wollten indes …
Kündigung bei Mietrückstand muss der Vermieter nicht detailliert begründen!
Kündigt der Vermieter das Wohnungsmietverhältnis fristlos wegen Zahlungsverzuges des Mieters (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 BGB), so genügt er jedenfalls bei klarer und einfacher Sachlage seiner Pflicht zur Angabe des Kündigungsgrundes, wenn er in dem Kündigungsschreiben den …
(Zwangsräumung:) Beschlagnahme- und Wiedereinweisungsverfügung einer Mietwohnung
Eine ordnungsbehördliche Einweisung einer im Räumungsrechtsstreit unterlegenen Familie durch Beschlagnahme der bisherigen Wohnung ist unzulässig, wenn die Behörde über eine obdachlosenrechtlichen Maßstäben genügende Unterkunft verfügt oder sich eine solche mietweise kurzfristig beschaffen kann und dem Räumungsschuldner zuweisen könnte. Dabei hat …
Streit um Umlagefähigkeit von Kosten für Sperrmüll und Hauswart: Wann kann der Vermieter die Kosten auf die Mieter umlegen?
Die Mieter haben Anspruch auf Rückzahlung von mit der Betriebskostenabrechnung auf sie umgelegten Kosten der Sperrmüllbeseitigung, wenn es sich hierbei nicht um umlegbare Nebenkosten handelt. Bei der Abfuhr von Sperrmüll kommt es für die Umlagefähigkeit der Kosten entscheidend darauf an, …
Tischtennisplatte auf Spielplatz darf bleiben
Das Verwaltungsgericht Trier hat die Klage der Eigentümerin eines Wohnhauses, mit der sie im Wesentlichen die Entfernung einer Tischtennisplatte von dem in ihrer Nachbarschaft gelegenen Spielplatz begehrt, abgewiesen. Der Klägerin gehört ein Einfamilienhaus in einem Dorfgebiet der beklagten Ortsgemeinde. Auf …
Nachbarschutz gegen Bauvorhaben
Gegen eine Baugenehmigung kann sich ein Nachbar nur wehren, wenn das genehmigte Vorhaben gegen nachbarschützende Vorschriften des öffentlichen Baurechts verstößt und ein Dispens von diesen Vorschriften nicht erteilt ist bzw. wegen nachbarlicher Belange nicht hätte erteilt werden dürfen. Die verletzten …
Pflicht zur Beseitigung wild wachsende Pflanzen im Straßenverkehr?
Es ist zweifelhaft, ob die Regelung in einer Straßenreinigungssatzung, wonach wildwachsende Pflanzen zu entfernen sind, wenn dadurch der Straßenverkehr behindert, die nutzbare Breite von Geh- und Radwegen eingeschränkt wird oder die Pflanzen die Straßenbeläge beschädigen, von der Ermächtigungsgrundlage in § …
Forderungen aus Abrechnungsspitzen und aus Wirtschaftsplänen
Bei Forderungen aus Abrechnungsspitzen und aus Wirtschaftsplänen handelt es sich um unterschiedliche Ansprüche, die ihre Rechtsgrundlage in verschiedenen Beschlüssen der Wohnungseigentümergemeinschaft haben, die unterschiedlichen Verjährungsfristen unterliegen und auch bei Eigentümerwechsel unterschiedliche Schuldner betreffen können. Bei natürlicher Betrachtungsweise stellen Forderungen aus …
Haftet der Erwerber für Wohngeldrückstände?
Die Erhebung einer Sonderumlage zur Behebung des Liquiditätsmangels auf dem Geschäftskonto der Gemeinschaft durch Beschluss der Eigentümerversammlung widerspricht auch gegenüber dem Ersteher von Wohnungs- und Teileigentum regelmäßig nicht den Grundsätzen ordnungsgemäßer Verwaltung, weil durch die Umlage nicht der Voreigentümer von …
Eigenbedarfskündigung ist bei Umgehung der Kündigungsbeschränkungen rechtsmissbräuchlich
Hat im Vorfeld einer Eigenbedarfskündigung die Bedarfsperson eine von ihr genutzte Wohnung an den kündigenden Vermieter zurückgegeben, damit dieser die Wohnung leer stehend zu einem besseren Kaufpreis veräußern kann, und kündigt der Vermieter daraufhin eine andere vermietete Wohnung, um die …
Mieterhöhungsverlangen bei Wohnraummiete: Vornahme eines Stichtagszuschlags durch den Tatrichter
Bei Beurteilung eines Mieterhöhungsverlangens ist der Tatrichter in Fällen, in denen zwischen dem Erhebungsstichtag eines Mietspiegels und dem Zugang des Zustimmungsverlangens nachträglich ungewöhnliche Steigerungen der ortsüblichen Vergleichsmiete festzustellen sind, im Rahmen des ihm dabei zukommenden weiten Beurteilungsspielraums befugt, einen Stichtagszuschlag …
Hausratversicherung kann bei grob fahrlässig herbeigeführten Brand die Leistung kürzen
Wie jeder weiß, darf man Öl in einem Topf oder einer Pfanne, das gerade erhitzt wird, nicht unbeaufsichtigt lassen, zumal wenn sich über dem Herd einer Dunstabzugshaube befindet, die u.a. wegen des Filtervlieses Feuer fangen kann. Dies gilt jedenfalls dann, …
Alteigentümer bleibt zur Betriebskostenabrechnung verpflichtet
Ein Vermieter, der die anfallenden Betriebskosten auf den Mieter umlegt und zu diesem Zwecke – meist monatliche – Vorauszahlungen verlangt, ist nach Ablauf der Abrechnungsperiode auch dann zur Abrechnung über die innerhalb der Abrechnungsperiode angefallenen Betriebskosten verpflichtet, wenn die Mietwohnung …
Jeweils eine Stimme für Alleineigentum und Miteigentum?
Gilt das Kopfstimmrecht, hat ein Eigentümer, der Alleineigentümer einer Einheit ist und an einer weiteren Einheit als Miteigentümer beteiligt ist, für die ihm alleine gehörende Einheit eine Stimme, zudem besteht eine weitere Stimme für die Mitteigentümergemeinschaft. Hierzu führte das Gericht …
Untergegangenes Mietverhältnis bei durch Brandschaden zerstörter Wohnung
Führt ein Brandschaden zu einer vollständigen Zerstörung der vermieteten Wohnung, tritt Unmöglichkeit nach § 275 Abs. 1 BGB mit der Folge ein, dass das Mietverhältnis erlischt, wenn keine der Vertragsparteien die Unmöglichkeit zu vertreten hat. Den Vermieter trifft in einem …