Urlaubsverfall bei Krankheit und die Hinweispflicht des Arbeitgebers

Die Befristung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs setzt grundsätzlich voraus, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer zur Urlaubnahme auffordert und auf den drohenden Verfall hinweist. Diese Mitwirkungsobliegenheit besteht auch während einer Arbeitsunfähigkeit. War der Arbeitnehmer jedoch durchgehend krankheitsbedingt arbeitsunfähig, erlischt der Urlaubsanspruch unabhängig …

Führerschein-Trick gescheitert: Umtausch in ungarische Fahrerlaubnis macht ungültigen Führerschein nicht gültig

Eine EU-Fahrerlaubnis ist in Deutschland nur anzuerkennen, wenn ihrer Erteilung eine Eignungsüberprüfung nach Art. 7 der Richtlinie 91/439/EWG vorangegangen ist. Wird eine nicht anerkennungsfähige Fahrerlaubnis lediglich in einem anderen Mitgliedstaat umgetauscht bzw. umgeschrieben, bleibt die fehlende Anerkennungsfähigkeit bestehen. Welcher Sachverhalt …

Prognoserisiko bei der Reparatur nach Verkehrsunfall: Ersatz der vollen Reparaturkosten trotz Überschreitung der 130-Prozent-Grenze

Entscheidet sich ein Geschädigter auf Grundlage eines Sachverständigengutachtens für die Reparatur seines Fahrzeugs, trägt grundsätzlich der Schädiger das Risiko, dass die Prognose später nicht zutrifft. Maßgeblich ist die Erkenntnislage im Zeitpunkt der Entscheidung. Reparaturkosten sind daher auch dann zu ersetzen, …

Unterschiedliche Lohnerhöhung nach Wochenarbeitszeit: Kein Verstoß gegen Gleichbehandlungsgrundsatz und Maßregelungsverbot

Gewährt ein Arbeitgeber Arbeitnehmern, die wöchentlich zwei Stunden ohne Lohnausgleich mehr arbeiten, eine höhere Lohnerhöhung als Arbeitnehmern mit kürzerer Arbeitszeit, verstößt er weder gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz noch gegen das Maßregelungsverbot. Voraussetzung ist, dass die Differenzierung dem Ausgleich des früheren Lohnverzichts …