Die unbeschränkte Anordnung der Zwangsverwaltung durch das Vollstreckungsgericht hat nur verfahrensrechtliche Bedeutung. Sie begründet keinen Anspruch des Zwangsverwalters gegen einen Wohnungsrechtsinhaber auf Herausgabe der Wohnung nach § 985 BGB. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: Der Kläger ist Zwangsverwalter …
Schlagwort: Mietrecht – Urteile
Schrank im Treppenhaus: Eraubt oder nicht?
Der konkrete Standort des Schrankes in einer Nische auf dem Podest des Treppenhauses im obersten Stockwerk des Hauses ist nicht geeignet, eine Störung oder Behinderung hinsichtlich der Benutzung des Treppenhauses zu bewirken. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: Die …
Mängel an der Toilette kann der Mieter in Eigenregie reparieren lassen!
Der Mieter ist berechtigt, eine nicht funktionierende Toilettenspülung auch bei fehlendem Verzug des Vermieters in Eigenregie reparieren zu lassen. Hierzu führte das Gericht aus: In der Wohnung der Klägerin war ein Mangel an der Toilette aufgetreten. Diesen Mangel hat die …
Kein Anspruch auf nicht geleistete Betriebskostenvorauszahlungen nach Ablauf der Abrechnungsfrist
Nach Ablauf der Abrechnungsfrist hat der Vermieter keinen Anspruch mehr auf nicht geleistete Vorauszahlungen, wenn er in die Betriebskostenabrechnung statt der tatsächlich geleisteten Vorschüsse die Sollvorauszahlungen einstellt, ohne dies deutlich zu machen. Hierzu führte das Gericht aus: In Abkehr von …
Mietvertrag: Vorauszahlungsklausel nicht mit Aufrechnungsverbotsklausel kombinieren!
Die mietvertragliche Vereinbarung, wonach der Mieter die Miete monatlich im voraus zu entrichten hat, ist für wenn sie alleine im Vertrag steht nicht zu beanstanden. Trifft diese Regelung jedoch mit den in den meisten Formularverträgen enthaltenen Klauseln zusammen, nach denen …
Einrohrheizung mit ungedämmten Rohrleitungen
Eine Heizkostenabrechnung gemäß § 7 Abs. 1 Satz 3 Heizkostenverordnung ist nicht nur für freiliegende Leitungen der Wärmeverteilung, sondern auch auf im Estrich verlegten Einrohrheizungen analog anwendbar. Der Umstand, dass der Mieter seine Wohnung mit einer strombetriebenen Infrarotheizung beheizt und …
Anspruch eines Nachbarn auf Rückschnitt einer grenzständigen Hecke nach Ablauf der Ausschlussfrist
Die Vorschriften zur Pflicht des Zurückschneidens von Hecken nach dem NachbarG RP gelten auch für Hecken, die vor dem Erlass des Gesetzes errichtet wurden. Ein Nachbar hat grundsätzlich keinen Anspruch auf Kürzung einer Hecke auf dem Nachbargrundstück, wenn diese zwar …
Keine allgemeine Höhenbegrenzung für Hecken im Landesnachbarrecht
Im Landesnachbarrecht gibt es keine allgemeine, von der konkreten Ausgestaltung im Landesnachbargesetz unabhängige Höhenbegrenzung für Hecken. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: Die Parteien sind Eigentümer benachbarter Grundstücke in Hessen. Auf dem Grundstück der Beklagten befindet sich seit den …
Klage gegen Zweitwohnungsteuerbescheid der Inselgemeinde Langeoog erfolgreich
Das Verwaltungsgerichts Oldenburg hat über die Klage eines in Nordrhein-Westfalen lebenden Ehepaares entschieden, das auf Langeoog eine Zweitwohnung besitzt und sich gegen die Zweitwohnungsteuer gewandt hat. Soweit der Rechtsstreit nicht erledigt war, hat die Kammer der Klage stattgegeben. Der noch …
WEG: Beschlussfassung durch Gericht anstelle der Gemeinschaft und die Bezeichnung der Unterlagen zur Einsichtnahme
Das Gericht kann einen Miteigentümer ermächtigen, eine Eigentümerversammlung betreffend die GdWE mit dem TOP „Bestellung Verwalter und Abschluss Verwaltervertrag“ einzuberufen. Der Anspruch auf eine begehrte Maßnahme nach § 18 Abs. 2 WEG ist bei einer verwalterlosen GdWE nicht durchsetzbar und …
Veränderungsverbot in der Teilungserklärung?
In der Teilungserklärung kann das gesetzliche Verbot, wesentliche bauliche Veränderungen ohne Zustimmung der restlichen Eigentümer durchzuführen, ganz oder teilweise wirksam abbedungen werden. Hierzu führte das Gericht aus: Die sofortige weitere Beschwerde ist statthaft und auch im übrigen zulässig. Das Rechtsmittel …
Räum- und Streupflicht auf Gehwegen: Wann ist zu spät gestreut?
Vorliegend war eine Fußgängerin auf dem Gehweg vor einem Haus gestürzt, die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung klagte gegen den Eigentümer wegen Verletzung der Räum- und Streupflicht auf Zahlung der Behandlungskosten (ca. 23.000 Euro). Der Grund: der öffentliche Gehweg sei zum …
Schimmel im feuchten Keller: Minderungsanspruch?
Steht fest, dass bauliche Mängel im Kellerbereich dazu führen, dass dort eine zu hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, die wiederum zu Schimmelbildung an dort gelagerten Gegenständen führt, so steht dem Mieter ein Anspruch Mängelbeseitigung und Minderung hinsichtlich des zugewiesenen Kellerraums zu. Aufgrund …
Minderungsrecht des Mieters bei leicht fahrlässiger Verursachung eines Brandschadens
Ist ein vom Mieter verursachter Schaden durch eine vom Vermieter abgeschlossene Sachversicherung gedeckt, wenn dem Mieter hinsichtlich des Verschuldens lediglich einfache Fahrlässigkeit zur Last fällt, muss sich der Mieter zur Begründung einer vollständigen Mietminderung während der Unbewohnbarkeit der Wohnung vom …
Modernisierungsmaßnahme: Muss der Vermieter immer über die mögliche Mieterhöhung informieren?
Teilt ein Vermieter im Ankündigungsschreiben für eine Modernisierungsmaßnahme dem Mieter mit, dass die Maßnahme zu keiner Mieterhöhung führt, so besteht seitens des Mieters kein berechtigtes Interesse daran, die Höhe einer theoretisch möglichen Mieterhöhung zu erfahren. Der Entscheidung lag der nachfolgende …
Mietvertrag über Wohnung und Garage wird nicht durch Verkauf gespalten!
Der über eine Wohnung und eine Garage geschlossene einheitliche Mietvertrag wird durch die Veräußerung der Wohnung und der Garage an verschiedene Erwerber nicht in mehrere Mietverhältnisse aufgespalten. Vielmehr treten die Erwerber in den einheitlichen Mietvertrag ein. Ihr Verhältnis bestimmt sich …
Entscheidungen über Instandhaltung, Instandsetzung und Modernisierung
Die Entscheidung über das „Ob“ und das „Wie“ von Maßnahmen der Instandhaltung, Instandsetzung und Modernisierung des gemeinschaftlichen Eigentums obliegt grundsätzlich den Wohnungseigentümern. Eine Übertragung der Entscheidungskompetenz auf die Verwaltung kann daher grundsätzlich nur durch Vereinbarung gemäß § 10 Abs. 2 …
Außerordentliche fristlose Kündigung wegen Zahlungsverzugs: Nebenkostenzahlungen als wiederkehrende Leistungen?
Als wiederkehrende Leistung im Sinne von § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 BGB ist die Nebenkostenzahlung nur dann anzusehen, wenn sie als Nebenkostenpauschale oder als Nebenkostenvorauszahlung zusammen mit der Miete zu den bestimmten Zinsterminen zu erbringen ist. Hierzu …
Nachbar darf nicht fotografiert werden
Es ist zu unterlassen, Nachbarn in ihrem Garten und auf der Grundstückszufahrt über das eigene Grundstück hinweg zu fotografieren. Hierzu führte das Gericht aus: Grundsätzlich besteht der von den Klägern hier geltend gemachte Anspruch gegen die Beklagte, von ihnen ohne …
Unwirksame Kündigung eines Winterdienstvertrages aufgrund faktischer Unmöglichkeit der Leistung
Die Leistung des Winterdiensts ist faktisch unmöglich geworden, wenn extrem starker Schneefall die Räumung verhindert hat. Eine fristlose Kündigung ist unter diesen Umständen nicht möglich – das Nichtnachkommen der Räumpflicht stellt unter solchen Umständen keine vorwerfbare Pflichtverletzung dar. Der Entscheidung …
Neue Moselanlegestellen erzeugen keine unzulässigen Lärm- und Lichtimmissionen
Das Verwaltungsgericht Trier hat die Klage der Eigentümerin eines Wohnhauses und Weingutes gegen eine wasserrechtliche Plangenehmigung zur Errichtung und zum Betrieb zweier Moselanlegestellen für die Fahrgastschifffahrt in der Nachbarschaft der Klägerin abgewiesen. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: Im …
Notwegerecht: Begründung durch langjährige Nutzung eines fremden Grundstücks?
Allein die langjährige, unbeanstandete Nutzung des über ein fremdes Grundstück verlaufenden Weges begründet kein Notwegerecht im Sinne des §§ 917 Abs. 1 BGB. Allerdings kann hieraus auf das Zustandekommen eines Leihvertrags geschlossen werden; bei der Beurteilung der Wirksamkeit der Kündigung …
Muss der Mieter eine Heizungsmodernisierung dulden?
Der Duldungsanspruch der Vermieterin hängt nach § 555d Abs. 1 BGB davon ab, ob das Ankündigungsschreiben im Hinblick auf die beabsichtigte Heizungsmodernisierung den Vorgaben des § 555c BGB genügt. Im zu entscheidenden Fall stützte die Vermieterin stützt ihr Duldungsbegehren in …
Kosten des Winterdienstes können auf den Mieter umgelegt werden!
Es ist dem Vermieter nicht verwehrt, sich für ein zuverlässigeres und damit in der Regel auch teureres Unternehmen für die Durchführung des Winterdienstes zu entscheiden. Umlagefähig sind insoweit die tatsächlich entstandenen Kosten, auch wenn die konkreten Flächen nicht zutreffend wiedergegeben …
Hammerschlags- und Leiterrecht nach dem Hessischen Nachbarrechtsgesetz
Nach den §§ 29, 23 Satz 1 HessNachbRG in Verbindung mit Art. 124 Satz 1 EGBGB sind Schäden, die bei der Ausübung des Rechts nach § 28 Abs. 1 HessNachbRG auf dem betroffenen Grundstück entstehen, zu ersetzen. Das Hammerschlags- und …
Ersterrichtungsanspruch eines Wohnungseigentümers bei sogenanntem steckengebliebenen Bau
Ein Wohnungseigentümer hat im Fall eines sogenannten steckengebliebenen Baus zwar grundsätzlich einen Anspruch auf erstmalige plangerechte Errichtung des Gemeinschaftseigentums gegen die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer. Der Anspruch scheidet aber aus, wenn die erstmalige Errichtung des gemeinschaftlichen Eigentums den übrigen Wohnungseigentümern nicht …
Haftet der Schornsteinfeger für starke Ruß- und Rauchentwicklung?
Ein Bezirksschornsteinfeger haftet dem Hauseigentümer dem Grunde nach, wenn eine „starke Ruß- und Rauchentwicklung“ bei der klägerischen Heizungsanlage in Folge einer unsachgemäßen, letztlich nicht ausreichenden Kehrung des Schornsteins verursacht wurde (§ 278, § 280, § 281, § 631, § 635, …
Kleingartenpachtvertrag: Kündigung des Hauptpachtvertrages durch den Zwischenpächter
§ 10 Abs. 3 BKleingG findet auf den Fall, dass der Zwischenpachtvertrag vom Zwischenpächter gekündigt wird, weder direkt noch analog Anwendung. Dies gilt auch dann, wenn die Kündigung gemäß § 109 Abs. 1 Satz 1 InsO durch den Insolvenzverwalter über …
Eigenmächtige Inbesitznahme und Ausräumung führt zu Schadensersatzanspruch gegen den Vermieter
Jede nicht durch einen gerichtlichen Titel gedeckte eigenmächtige Inbesitznahme von Räumlichkeiten und deren eigenmächtiges Ausräumen durch den Vermieter ist jedenfalls solange, wie der Mieter seinen an den Räumen bestehenden Besitz nicht erkennbar aufgegeben hat, eine verbotene Eigenmacht i.S.v. § 858 …
Wenn die Betriebskostenabrechnung gegen die Heizkostenverordnung verstößt
Die Mieterin ist berechtigt, die auf sie entfallenden Anteile der Heiz- und Warmwasserkosten gemäß § 12 Abs.1 HeizKostV zu kürzen, wenn die Vermieterin entgegen § 9 Abs. 2, Satz 1 HeizkostV keine Wärmezähler zur Messung der auf die zentrale Warmwasserversorgungsanlage …
Anforderungen an fristgerechte Einwendungen gegen die Betriebskostenabrechnung
Nach § 556 Abs. 3 Satz 5 BGB hat der Mieter seine Einwendungen gegen die Abrechnung spätestens zwölf Monate nach Zugang der Abrechnung mitzuteilen, es sei denn, er hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten. Die Einwendungen müssen zudem den …
Wer darf Eigentümerversammlung einberufen?
Grundsätzlich ist lediglich der Verwalter berechtigt und auch verpflichtet, die Versammlung der Wohnungseigentümer mindestens einmal im Jahr einzuberufen, § 24 Abs. 1 WEG. Wenn der Verwalter entweder gänzlich fehlt oder sich pflichtwidrig weigert, eine Versammlung einzuberufen, kann die Versammlung auch …
Verschuldensunabhängige Haftung unter Mietern bei Wasserschäden?
Die verschuldensunabhängige Haftung des § 906 Abs. 2 S. 2 BGB ist im Verhältnis zu Mietern untereinander nicht anwendbar, wenn Wasser von einem Grundstücksteil in einen anderen eingedrungen ist und dadurch Schäden verursacht wurden. Auch Verschleißteile sind nicht per se …
Fristlose Kündigung des Mieters wegen Beleidigung und Bedrohung
Beleidigungen gegenüber dem Vermieter, der Hausverwaltung oder anderen Hausbewohnern können einen wichtigen Grund im Sinne des § 543 Abs. 1 BGB darstellen. Während bloße Unhöflichkeiten und andere missliebige Verhaltensweisen ohne ehrverletzenden Charakter eine Kündigung nicht rechtfertigen, sind insbesondere Formalbeleidigungen grundsätzlich …
Essensreste in der Dachrinne rechtfertigen Kündigung!
Entsorgt ein Mieter einer Dachgeschosswohnung über sein Fenster Essensreste in eine Dachrinne und führt dies zu einer Verstopfung und Beschädigung, so kann dies nach entsprechender Abmahnung die Kündigung des Mietverhältnisses rechtfertigen. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: Über sein …
Lebenslanges schuldrechtliches Wohnrecht kann Mietvertrag sein!
Eine Vereinbarung, dass ein lebenslanges schuldrechtliches Wohnrecht an einem Grundstück gegen Zahlung eines festen Betrages begründet wird, stellt einen Mietvertrag dar. Es ist unerheblich, dass kein wiederkehrender Mietzinses für bestimmte Zeitabschnitte, sondern für ein lebenslanges Wohnrecht ein fester Betrag zu …
Modernisierungsarbeiten verpflichten nur im Ausnahmefall zum Auszug
Das Landgericht Berlin II hat auf die Berufung des 85-jährigen Mieters eine Räumungsklage der Vermieterin abgewiesen. Die wegen (vermeintlicher) Verletzung der Pflicht zur Duldung von Modernisierungsarbeiten zunächst angedrohte, dann ausgesprochene fristlose, hilfsweise fristgemäße Kündigung sei unwirksam. Der Entscheidung lag der …
Mieterhöhungsverlangen mit Sachverständigengutachten kann erschüttert werden!
Stützt ein Vermieter sein Mieterhöhungsbegehren auf ein Sachverständigengutachten, so kann der Mieter unter Umständen verlangen, dass der Sachverständige offenlegt, aufgrund welcher konkreter Wohnungen er die Höhe der örtlichen Vergleichsmiete festgelegt hat. Legt der Gutachter dies nicht dar, ist das Gutachten …
Provisionsanspruch eines Maklers gegen Vorkaufsberechtigten
Mit der Ausübung des Vorkaufrechts tritt der Vorkaufsberechtigte in den bereits abgeschlossenen Kaufvertrag unter Übernahme von dessen Bedingungen, zu denen auch eine Maklerklausel gehört, ein. In Fällen der Vereinbarung einer unüblich hohen Maklerprovision ist kein Raum für eine Anwendung des …
Wasserschaden: Muss die Hausratsversicherung Hotelkosten übernehmen?
Besteht eine Hausratversicherung, so kann der Versicherungsnehmer im Fall eines Wasserschadens von dieser nicht verlangen, dass die Kosten für Hotel oder ähnliche Unterbringung übernommen werden, wenn zwar Gebäudebestandteile aber nicht das Wohnungsinventar beschädigt wurde. Ein vom Vertrag gedeckter Versicherungsfall ist …
Rückstand von Wohnungsmiete: Nachträgliche Zahlung steht Räumung nicht zwingend entgegen
Wird einem Wohnungsmieter fristgerecht gekündigt, weil dieser mit der Mietzahlung in Rückstand geraten ist, so lässt sich diese Kündigung nicht ohne Weiteres dadurch aus der Welt schaffen, dass der Mietrückstand nachträglich noch ausgeglichen wird. Das Gericht hat daher eine Mieterin …
Blätter vom Nachbarn im Pool: Kein Anspruch auf Laubrente
Errichtet ein Grundstückseigentümer im Traufbereich zweier auf dem Nachbargrundstück vor 90 Jahren ohne Einhaltung des Grenzabstands gepflanzter Eichen einen offenen Pool, kann er keine Kostenbeteiligung des Nachbarn hinsichtlich des erhöhten Reinigungsaufwands verlangen. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat daher eine …
Monatlicher Zuschlag für Schönheitsreparaturen als Teil der Nettomiete
Bei einer Mieterhöhung ist ein monatlicher Zuschlag für vom Vermieter auszuführende Schönheitsreparaturen als Teil der Nettomiete anzusehen. Bei einer anderen Bewertung wäre keine Vergleichbarkeit mit der ortsüblichen Vergleichsmiete gegeben. Weiterhin wäre es dem Vermieter ansonsten möglich, die Ausgestaltung des Mietvertrages …
Sicherheitsanforderungen an eine Schornsteinabdeckung
Da im Zuge der Klimaerwärmung zunehmend mit Stürmen auch in Deutschland in Orkanstärke zu rechnen sind, sind grundsätzlich gerade solche exponierten, besonders gefährdeten Gebäudeteile wie Kaminabdeckungen in besonderer Weise gegen auch starke Windböen von mehr als 11bft zu sichern. Dies …
Nicht jede Gebrauchsüberlassung rechtfertigt die Kündigung!
Der Mieter verletzt seine vertraglichen Pflichten bereits dann, wenn er eine Gebrauchsüberlassung an einen Dritten vornimmt, ohne zuvor die Erlaubnis des Vermieters nach § 553 Abs. 1 BGB einzuholen. Das gilt nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auch, wenn er letztlich …
Anforderungen an Einwendungen gegen die Betriebskostenabrechnung
Für die formelle Ordnungsgemäßheit muss die Abrechnung eine Zusammenstellung der Gesamtkosten, den Umlageschlüssel, die Berechnung des Anteils des Mieters und die Vorauszahlungen des Mieters enthalten und muss gedanklich und rechnerisch verständlich sein. Will der Mieter Einwendungen geltend machen, so ist …
Wohnungseigentümer kann keine Ansprüche gegen den Verwalter wegen Pflichtverletzung geltend machen
Nach Inkrafttreten des Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetzes zum 1. Dezember 2020 bestehen Ansprüche des einzelnen Wohnungseigentümers wegen der Verletzung von Pflichten des Verwalters aus dem zwischen diesem und der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer geschlossenen Vertrag nur gegenüber der Gemeinschaft. Der zwischen der Gemeinschaft der …
Kündigungsbeschränkungen bei Kommunalen Wohnungsunternehmen
Kommunale Wohnungsunternehmen unterliegen unmittelbarer Grundrechtsbindung und sind daher auch im Rahmen außerordentlicher Kündigungen von Wohnraummietverhältnissen in besonderem Maße dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz verpflichtet. Beim Ausspruch einer Kündigung müssen kommunale Wohnungsunternehmen, insbesondere bei vulnerablen Mietern, die Ausstrahlungswirkung der Grundrechte und etwaige Grundrechtsbeeinträchtigungen für …
Wenn die Schönheitsreparaturklausel streichen vorsieht, kann der Vermieter nicht ölen verlangen!
Ein Mieter muss die Zimmertüren nicht abbeizen und ölen, wenn er mietvertraglich dazu verpflichtet ist, die Innentüren zu streichen. In diesem Fall ist der Mieter lediglich zum streichen der Türen mit weißer Farbe verpflichtet, zumal dieser Anstrich in Altbauwohnungen auch …
Schadensersatzklage gegen den WEG-Verwalter im Rahmen der Notgeschäftsführung
Ein einzelner Wohnungseigentümer ist nicht befugt, einen der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer zustehenden Anspruch im eigenen Namen gegen den amtierenden oder ausgeschiedenen Verwalter geltend zu machen. Dies gilt auch unter dem Gesichtspunkt einer Notgeschäftsführung im Sinne des § 21 Abs. 2 …