Revisionsbegründung im arbeitsgerichtlichen Verfahren – und die bloße Wiederholung der Berufungsbegründung

Bundesarbeitsgericht

Eine ordnungsgemäße Revisionsbegründung erfordert eine konkrete Auseinandersetzung mit den tragenden Gründen der angefochtenen Entscheidung und muss erkennen lassen, welchen Rechtsfehler der Revisionsführer dem Berufungsgericht vorwirft. Die bloße Wiederholung des bisherigen Vorbringens oder die weitgehend unveränderte Übernahme der Berufungsbegründung genügt diesen …

Wer die MPU-Frist verpasst, verliert den Führerschein – auch ohne eigenes Verschulden

Wird ein rechtmäßig angeordnetes medizinisch-psychologisches Gutachten nicht fristgerecht beigebracht, darf die Fahrerlaubnisbehörde auf die Nichteignung des Betroffenen schließen – auch dann, wenn die Verzögerung auf das Verhalten eines von diesem eingeschalteten privaten Vermittlungsunternehmens zurückzuführen ist. Das Vertrauen auf Angaben eines …

Muss ein Außendienstmitarbeiter die Versetzung in den Innendienst hinnehmen?

Wird der Außendienst eines Betriebs aus organisatorischen Gründen verkleinert, muss ein betroffener Arbeitnehmer grundsätzlich auch eine mit erheblichen Gehaltseinbußen verbundene Versetzung in den Innendienst hinnehmen. Die Wirtschaftlichkeit der unternehmerischen Reorganisationsentscheidung unterliegt keiner gerichtlichen Kontrolle. Entscheidend ist allein, dass die Umstrukturierung …

Vereinfachtes Unterhaltsverfahren: Wann eine Jugendamtsurkunde den Antrag ins Leere laufen lässt

Eine Jugendamtsurkunde, die erst nach Zustellung des Festsetzungsantrags im vereinfachten Unterhaltsverfahren errichtet wird, steht der Statthaftigkeit dieses Verfahrens nicht entgegen. Erkennt der Unterhaltsschuldner darin jedoch die geforderten Ansprüche vollständig an, entfällt das für die Zulässigkeit erforderliche Regelungsbedürfnis, sodass der Festsetzungsantrag …