Die Erfüllung der auf das Gemeinschaftseigentum bezogenen Verkehrssicherungspflichten gehört zu einer ordnungsmäßigen Verwaltung; für diese ist der Verband im Innenverhältnis zu den Wohnungseigentümern nicht zuständig. Deshalb ist ein Dritter, auf den Verkehrssicherungspflichten übertragen werden, im Verhältnis zu den einzelnen Wohnungseigentümern …
Schlagwort: Mietrecht – Urteile
Aufgaben des WEG-Verwalters bei Mängeln am Gemeinschaftseigentum
Wie der Senat nach Erlass des angegriffenen Urteils entschieden hat, darf der Verwalter auf die ihm obliegende Unterrichtung der Wohnungseigentümer zu möglichen Mängeln am Gemeinschaftseigentum und auf die Vorbereitung einer sachgerechten Beschlussfassung über das weitere Vorgehen nicht deswegen verzichten, weil …
Kurzzeitige Vermietung im Veräußerungsjahr begründet keine Steuerpflicht des Verkaufs der selbstgenutzten Wohnung
Verkauft der Steuerpflichtige eine Immobilie, die er vor weniger als zehn Jahren entgeltlich erworben und seitdem zu eigenen Wohnzwecken genutzt hat, muss er den Veräußerungsgewinn auch dann nicht versteuern, wenn er die Wohnung im Jahr der Veräußerung kurzzeitig vermietet hatte. …
Räumungsurteil wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz
In einem Verfahren gegen den Mieter einer Wohnung im Stadtteil Oberricklingen hat das Amtsgericht Hannover den Mieter zur Herausgabe der von ihm bewohnten Wohnung verurteilt, wobei ihm eine Räumungsfrist bis einschließlich zum 30.07.2020 gewährt wurde. Nach den Feststellungen des Amtsgerichts …
Vermietung zum vorübergehenden Gebrauch für eine Promotion?
Wird eine Wohnung für sieben Monate angemietet, um eine Promotion zu verfassen, so kann dies nicht der Anmietung eines Hotelzimmers oder eine Ferienwohnung verglichen werden. Eine Anmietung von Wohnraum zum vorübergehenden Gebrauch (§ 549 Abs. 2 Nr. 1 BGB) liegt …
Kein Schadensersatz für gestoppte Abrissarbeiten nach geplatztem Kaufvertrag
Ein Grundstückseigentümer hat keinen Anspruch auf Schadensersatz für Stillstands-, Kündigungs- und Abrissmehrkosten hat, wenn der geplante Kauf eines leerstehenden Wohnheimes zur Unterbringung von Flüchtlingen letztlich nicht zustande kommt. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: Die Klägerin ist Eigentümerin eines …
Drei Monate Räumungsfrist bei corona-pandemiebedingt schwieriger Wohnungssuche
Mietern ist bei einer corona-pandemiebedingt schwierigen Wohnungssuche eine Räumungsfrist von drei Monaten zu gewähren. Hierbei ist zu beachten, dass aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus im gesamten Bundesland Nordrhein-Westfalen zur Eindämmung des massiven Anstiegs der Infektionen das öffentliche Leben stark eingeschränkt …
Wie dicht darf die Sauna an das Nachbargrundstück ran?
Soll auf einem Grundstück in Rheinland-Pfalz eine Sauna mit Holzofen errichtet werden, so ist ein Abstand von mindestens 3 m zum Nachbargrundstück einzuhalten. Nur für Gebäude ohne Aufenthaltsräume und ohne Feuerstätten ist eine Ausnahme zulässig. Ein Anspruch auf eine von …
Modernisierungsmaßnahmen: Unterlassungsanspruch des Mieters
Im vorliegenden Fall wollte der Vermieter eine neue Heizungsanlage nebst neuer Versorgungsleitungen installieren und für einen Anschluss an die zentrale Warmwasseraufbereitung sorgen. Ein Duldungstitel lag hiefür nicht vor. Der Mieter wehrte sich gegen die Modernisierungsmaßnahme. Dem Mieter steht hier ein …
Nebenkostenabrechnung mit anderen Mietern diskutiert: fristlose Kündigung?
Im vorliegenden Fall hatte sich ein Mieter nach Erhalt der Nebenkostenabrechnung schriftlich an die anderen Mieter gewendet und darauf hingewiesen, dass die Reinigungskosten nach seiner Berechnung mehr als 200% gegenüber dem vorherigen Vergleichszeitraum gestiegen waren. Die Steigerung bezeichnete der Mieter …
Einwendungen gegen die Nebenkostenabrechnung auch ohne Belegeinsicht möglich!
Ein Mieter kann gegen eine Nebenkostenabrechnung auch ohne vorherige Belegeinsicht Einwendungen erheben, wenn er die Erbringung (einzelner) umgelegter Leistungen bestreitet. Denn in der Abrechnung kann der Vermieter lediglich solche Leistungen umlegen, die auch tatsächlich erbracht wurden. In diesem Fall muss …
Mangelnde Pflege bzw. Beschädigung der Rasen- und Terrassenfläche
Im vorliegenden Fall stritten die Mietvertragsparteien u.a. darüber, ob der Mieter, der mietvertraglich dazu verpflichtet war, die Rasenfläche „in Ordnung“ zu halten, dieser Pflicht ausreichend nachgekommen war. Der Vermieter verlangte Schadensersatz wegen mangelnder Pflege bzw. Beschädigung des Rasens, scheiterte jedoch …
Kein Aufwendungsersatz für Änderungen, die ausschließlich im Interesse des Mieters liegen
Vereinbaren die Parteien eines Mietvertrages, dass der Mieter an der Mietsache Veränderungen vornehmen darf, die ausschließlich in seinem eigenen Interesse liegen, kann von einem stillschweigenden Einverständnis der Parteien auszugehen sein, dass der Mieter hierfür keinen Aufwendungsersatz beanspruchen kann. Der Entscheidung …
Anspruch auf Änderung der Teilungserklärung gegenüber übrigen Wohnungseigentümern
Ein Anspruch auf Änderung der Gemeinschaftsordnung nach § 10 Abs. 2 Satz 3 WEG setzt nicht voraus, dass sich tatsächliche oder rechtliche Umstände nachträglich verändert haben; er kommt auch in Betracht, wenn Regelungen der Gemeinschaftsordnung von Anfang an verfehlt oder …
Bauvorbescheide für Großbordell bestätigt
Das Verwaltungsgericht hat eine Nachbarklage gegen zwei Bauvorbescheide zur Umnutzung eines Wohnhauses in ein Großbordell abgewiesen. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: Die Klägerin, eine Immobiliengesellschaft, wendet sich gegen zwei Bauvorbescheide, mit denen die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit eines Bordells positiv …
Anspruch auf Lärmschutz bei Auswechslung des Teppichbodens durch Fliesen
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein Wohnungseigentümer von einem anderen Wohnungseigentümer, der in seiner Wohnung den Bodenbelag ausgetauscht hat (Fliesen statt Teppichboden), die Einhaltung der schallschutztechnischen Mindestanforderungen nach der DIN 4109 auch dann verlangen kann, wenn die Trittschalldämmung des Gemeinschaftseigentums …
Wohnungsgrößenangabe in Zeitungsannonce ist keine Vereinbarung!
Eine Mietwohnung weist einen zur Minderung der Miete führenden Mangel auf, wenn ihre tatsächliche Wohnfläche um mehr als 10 Prozent unter der im Mietvertrag angegebenen Wohnfläche liegt. Dies gilt auch dann, wenn der Mietvertrag nur eine „ca. Angabe“ enthält. Voraussetzung …
Katzenverbot auch bei Hundehaltung im Haus?
Ein Mieter kann nicht erwarten, zwei Katzen ohne Zustimmung des Vermieters halten zu dürfen, wenn im Mietvertrag eine Klausel unterschrieben wurde, nach der „jede Tierhaltung, insbesondere die von Hunden und Katzen, mit Ausnahme von Ziervögeln und Zierfischen“ einer Zustimmung durch …
Rohrwärmeverluste und die Heizkostenabrechnung
§ 7 Abs. 1 Satz 3 HeizkostenV ist auch im Wohnungseigentumsrecht auf überwiegend ungedämmte, aber nicht freiliegende Leitungen der Wärmeverteilung nicht analog anwendbar (Anschluss an BGH, 15.03.2017 – Az: VIII ZR 5/16). In den Fällen der sog. Rohrwärmeabgabe kann eine …
Untersagung der Nutzung von Nebenwohnungen aufgrund der Verbreitung des Coronavirus
Der nach § 80 Abs. 5 Satz 1 Alt. 1 VwGO zu beurteilende Antrag des Antragstellers, die aufschiebende Wirkung seiner Klage (Az: 7 A 707/20) gegen die sofort vollziehbare Allgemeinverfügung des Antragsgegners „zur Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich …
Eigentümerversammlung am Abend des Pfingstmontags zulässig
Eine Eigentümerversammlung kann am Abend des Pfingstmontags stattfinden. Insoweit scheiden Sonntage und kirchliche Feiertage nicht grundsätzlich für Wohnungseigentümerversammlungen aus, soweit auf Kirchenbesucher Rücksicht genommen wird. Dies ist bei einem Termin um 19.00 Uhr der Fall. Jedenfalls am Pfingstmontag kann, wenn …
Unbefugte Überlassung einer Mietwohnung – Kündigung!
Die unberechtigte Überlassung einer Mietwohnung an Medizintouristen berechtigt den Vermieter zu einer außerordentlichen Kündigung. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: Der Beklagte mietete mit Vertrag vom 6.6.2012 eine 86,50 Quadratmeter große Wohnung in der Elektrastraße in München zu einer …
Fenster nebst Rahmen: Gemeinschaftseigentum oder Sondereigentum?
Die Fenster nebst Rahmen stehen gemäß § 5 Abs. 2 WEG zwingend im Gemeinschaftseigentum. Dies hat nach der gesetzlichen Kompetenzzuweisung zur Folge, dass die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer für ihren Austausch zuständig ist (§ 21 Abs. 1, Abs. 5 Nr. 2 …
Instandsetzungsanordnung gegen WEG-Verwalter bei Schimmelbefall einer Wohnung?
Auch gegen einen WEG-Verwalter kann eine Instandsetzungsanordnung bei Schimmelbefall einer vermieteten Eigentumswohnung ergehen. Die öffentlich-rechtliche Instandhaltungspflicht des Verfügungsberechtigten soll sicherstellen, dass den Mindestanforderungen an erträgliche Wohnverhältnisse genügt ist. Sie dient im Rahmen der Sozialpflichtigkeit des Eigentums den privaten Interessen der …
Einstellung eines Räumungsauftrags aufgrund der Corona-Pandemie?
Die Anweisung an die Gerichtsvollzieher, dass wegen der Corona-Pandemie bis auf Weiteres Vollstreckungshandlungen – insbesondere Herausgabe- und Räumungsvollstreckungen – unterbleiben, berechtigen den Gerichtsvollzieher nicht, Vollstreckungsaufträge als erledigt zu betrachten. ……
Betriebspflicht im Gewerbemietvertrag rechtens?
Wird ein gewerblicher Mieter durch vorformulierte Klausel mietvertraglich zur Betriebspflicht verpflichtet, so liegt auch bei gleichzeitigem Ausschluß des Konkurrenzschutzes keine unangemessene Benachteiligung vor. Eine obere Beschränkung einer Vertragsstrafe für jeden Tag, an dem gegen die Betriebspflicht verstoßen wird, besteht nicht. …
Zweiten Hund muss der Vermieter nicht zwingend erlauben
Es besteht keine Verpflichtung eines Vermieters, dem Mieter die Haltung eines zweiten Hundes zu erlauben. Sofern es hierdurch zu einer stärkeren Beeinträchtigung kommen sollte und die Wohnung zwei Hunden nicht ausreichend Platz bietet, darf die Genehmigung verweigert werden. Bei der …
Hausbesichtigung am Samstag muss vom Verwalter akzeptiert werden!
Begehrt der Hausverwalter die Wohnung eines Mieters zu besichtigen und schlägt der Mieter als Termin den Samstag vor, weil er während der Woche aus beruflichen Gründen keine Zeit hat, so muss der Vermieter diesen Termin akzeptieren, da der Samstag ein …
Belästigung durch Tabakrauch
Wer sich in seiner Mietwohnung durch den Tabakrauch der Nachbarn belästigt fühlt, ist zur Mietminderung berechtigt. Sogar die fristlose Kündigung des Mietvertrags ist möglich. Voraussetzung ist aber, daß der Mangel vom Vermieter nicht durch bauliche Maßnahmen abgestellt werden kann. Der …
Schadensersatzanspruch wegen unterlassener Sanierungsmaßnahmen auch bei Nichtverfolgung?
Im vorliegenden Fall hatte ein Wohnungseigentümer von den beklagten übrigen Wohnungseigentümern der Wohnungseigentumsanlage zwar keine konkreten Sanierungsmaßnahmen, sondern, was zulässig ist, „nur“ eine Entscheidung verlangt, sich mit der Sanierung der Feuchtigkeit seines Teileigentums zu befassen. Mangels gegenteiliger Feststellungen wäre auch …
Anwohner müssen Lebensäußerungen von Kranken und Behinderten hinnehmen
Das Oberverwaltungsgericht hat eine Beschwerde von Anwohnern des Pflegeheims St. Augustinus in Essen-Heidhausen gegen die Ablehnung ihres Eilantrags durch das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen zurückgewiesen. Die Nachbarn hatten sich gegen die Vollziehung der Baugenehmigung der Stadt Essen für einen Anbau gewandt, insbesondere …
Mieter lässt Hunde frei herumlaufen: Kündigung gerechtfertigt
Im vorliegenden Fall hatte der Vermieter die fristlose, hilfsweise ordentliche Kündigung des Mietverhältnisses ausgesprochen, weil die Mieter ihre beiden Hunde trotz mehrerer Abmahnungen weiter unangeleint auf den Gemeinschaftsflächen des Anwesens, zu denen auch ein Kinderspielplatz gehört, herumlaufen ließen. Hierzu führte …
Umzug und die Kündigung des Telekommunikationsvertrags
Die dreimonatige Frist zur Sonderkündigung wegen eines Umzugs nach § 43 Abs. 8 Satz 3 TKG beginnt mit dem tatsächlichen Umzug, sie knüpft nicht an nur einen beabsichtigten Umzug an. Hierzu führte das Gericht aus: Mit § 46 Absatz 8 …
WEG-Beschluss nicht eingetragen – ungültig?
Im vorliegenden Fall gab die Gemeinschaftsordnung vor, dass WEG-Beschlüsse in ein Beschlussbuch eingetragen werden müssen, damit diese gültig werden. Dennoch bedeutet eine Nichteintragung nicht zwingend die Nichtigkeit des Beschlusses. Wurde die Eintragung versäumt, so kann der Beschluss lediglich angefochten werden. …
Gesamtschuldnerische Haftung für Kanalbenutzungsgebühren
Wohnungseigentümer haften gesamtschuldnerisch für Kanalbenutzungsgebühren. Eine Haftungsbegrenzung auf den Miteigentumsanteil kommt nicht in Betracht. Im vorliegenden Fall konnte ein Wohnungseigentümer daher für insgesamt 30.000 € an offenen Kanalbenutzungsgebühren in Anspruch genommen werden. Hier liegt eine persönliche durch Gesetz begründete Verbindlichkeit …
Jobcenter muss keine Miete für Scheinverträge zahlen
Das Jobcenter muss nur dann Miete für Grundsicherungsempfänger übernehmen, wenn die tatsächlichen Kosten offengelegt werden. Wie verdeckte Mietverhältnisse unter Verwandten zu beurteilen sind, hatte das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG) in einem aktuellen Eilbeschluss zu entscheiden. Zugrunde lag das Verfahren einer Familie …
Eigenbedarfskündigung für Lebensgefährten?
Eine Eigenbedarfskündigung kann auch zugunsten des Lebensgefährten des Vermieters ausgesprochen werden – jedoch nur dann, wenn der gemeinsame Haushalt fortgeführt werden soll. Eine Eigenbedarfskündigung, die die Aufhebung der Haushaltsgemeinschaft zum Ziel hat, ist daher unzulässig. Denn ein Lebensgefährte ist kein …
Anforderungen an eine formell ordnungsgemäße Betriebskostenabrechnung
Die Frage der formellen Ordnungsgemäßheit einer Nebenkostenabrechnung ist – da Fälligkeitsvoraussetzung – grundsätzlich von Amts wegen zu prüfen. Fehlt es daran, ist eine Klage des Vermieters bezüglich einer Nachforderung abzuweisen. Die Fälligkeit einer Betriebskostennachzahlung setzt den Zugang einer formell ordnungsgemäßen …
Gefangene Gemeinschaftsfläche: Betretungsrecht für Sondernutzungsfläche?
Kann eine Gemeinschaftsfläche, für die keine bestimmte Nutzungsart vorgesehen ist, lediglich über eine Sondernutzungsfläche betreten werden, so haben Eigentümer nur dann ein Betretungsrecht für die Sondernutzungsfläche, wenn Instandsetzungs- bzw. Instandhaltungsarbeiten vorgenommen werden. Dies gilt zumindest für den vorliegenden Fall, da …
Unberechtigte Verweigerung der Zustimmung zur Untervermietung
Ein Mieter hat Anspruch auf Mietausfallschaden bei unberechtigter Verweigerung der Zustimmung zur Untervermietung gegenüber dem Vermieter. Vorliegend hatte der der Mieter um Erlaubnis der Untervermietung gebeten, weil er für längere Zeit in London arbeiten und so die zusätzlichen Mietkosten (teilweise) …
Gebäudegleiche Wirkungen eines ca. 30 m hohen Mobilfunkmastes
Im vorliegenden Fall ging es um die Frage, ob ein geplanter Mobilfunkmast aufgrund seiner optischen Dominanz als gebäudeähnlich einzustufen ist und deshalb Abstandsflächen einzuhalten sind. Von einem etwa 30 m hohen und bis zu ca. 1 m breiten Mobilfunkmast kann …
Zweigeschossiges Mehrfamilienhaus in einem Gebiet ohne Bebauungsplan zulässig
Der Bau eines zweigeschossigen Mehrfamilienhauses in einem Gebiet ohne Bebauungsplan in Bergisch Gladbach im Stadtteil Bensberg-Frankenforst darf fortgesetzt werden. Das hat das Verwaltungsgericht Köln entschieden und damit den Eilantrag eines Nachbarn abgelehnt. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: Das …
Klausel zur automatischen Verlängerung eines Makler-Alleinauftrags
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass einem Immobilienmakler in Allgemeinen Geschäftsbedingungen grundsätzlich ein auf sechs Monate befristeter Makleralleinauftrag erteilt werden kann, der sich automatisch um jeweils drei weitere Monate verlängert, wenn er nicht innerhalb einer Frist von vier Wochen gekündigt wird. …
Fahrradtransport durch das Treppenhaus ist erlaubt!
Der Fahrradtransport durch das Treppenhaus gehört – mangels wirksamer abweichender Regelung – noch zum vertragsgemäßen Gebrauch des Mieters, und zwar auch dann wenn in der Vergangenheit hierdurch Schäden an den Wänden im Treppenhaus verursacht wurden. Das Abstellen von Fahrrädern in …
Corona-Krise: Jobcenter muss unangemessen hohe Miete weiter übernehmen
Im Rahmen eines Eilverfahrens hat das Sozialgericht das Jobcenter Berlin Steglitz-Zehlendorf verpflichtet, die eigentlich unangemessen hohen Mietkosten einer alleinerziehenden Mutter vorläufig weiter zu übernehmen. Nach Auffassung des Gerichts ergibt sich der Anspruch aus einer Sonderregelung aus Anlass der Corona-Krise, die …
Vom Wohnungszustand abhängige variable Renovierungsfristen sind gültig!
Wird die Renovierungsfrist in einem Mietvertrag derart gestaltet, dass bestimmte feste Fristen zur Renovierung der jeweiligen Räume vereinbart werden, sie bei besonders stark abgenutzten oder aber gut erhaltenen Räumen Abweichungen zulässt, so ist dies wirksam. Der Entscheidung lag der nachfolgende …
Pergola ist bauliche Veränderung
Es ist eine bauliche Veränderung, wenn eine Müllcontaineranlage mit einer Pergola umbaut werden soll. Dies kann nur einstimmig beschlossen werden. Ein entsprechender Beschluss, der nicht einstimmig gefasst wurde, ist damit unwirksam. Ob die geplante bauliche Maßnahme gegenüber dem bisherigen Zustand …
Fehlen der in Bezug genommenen Hausordnung
Ist für den Lauf eines Mietvertrages eine bestimmte Zeit vereinbart, so gilt er als auf unbestimmte Zeit abgeschlossen, wenn die Schriftform nicht gewahrt ist. Das ist auch dann der Fall, wenn im Mietvertrag bestimmt ist, dass bei Verstoß gegen die …
Baugenehmigung für den Anbau eines Seitenflügels an ein bestehendes Mehrfamilienhaus
Vorliegend waren die von der Eigentümerin geplanten Grundrissänderungen der Bestandswohnungen zum Anbau eines Seitenflügels gemäß § 172 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BauGB i.V.m. § 2 Satz 1 der Erhaltungsverordnung genehmigungsbedürftig. Nach § 172 Abs. 1 Satz 1 Nr. …
Gescheiterte Untervermietung: Wann darf die Erlaubnis zur Untervermietung verweigert werden?
Das Amtsgericht München wies im vorliegenden Fall die Klage des Mieters gegen seine Vermieterin auf Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 4.800 Euro wegen zu Unrecht verweigerter Untervermietung ab. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: In § 1 des …