Es ist vom einem Sachmangel auszugehen, wenn bei einem Anhänger nach öffentlicher Äußerung des Herstellers eine Punktbelastung möglich sei aber tatsächlich Ladegut nicht ohne Einschränkung nur auf einem bestimmten Teil der Ladefläche mit Spanngurten gesichert transportiert werden kann, weil die …
Schlagwort: Verkehrsrecht – Urteile
Ab wann ist eine Geschwindigkeitsüberschreitung vorsätzlich?
Eine vorsätzliche Geschwindigkeitsüberschreitung kann bei Geschwindigkeitsüberschreitung um 45% oder mehr angenommen werden, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen. Der absolute Wert ist nicht ausschlaggebend. Insbesondere im Wiederholungsfall ist in solchen Fällen mit einem Fahrverbot zu rechnen. Hierzu führte das Gericht aus: …
Unrichtiger TÜV-Untersuchungsbericht: Falschbeurkundung?
Die Erstellung unrichtiger TÜV-Untersuchungsberichte im Rahmen von Kraftfahrzeughauptuntersuchungen erfüllt auch unter Berücksichtigung der aktuellen Fassung des § 29 StVZO nach wie vor nicht den Tatbestand der Falschbeurkundung im Amt nach § 348 Abs. 1 StGB. Offen bleibt, ob etwas anderes …
Vorsatz bei einer Gefährdung des Straßenverkehrs
Soll Vorsatz bei einer Gefährdung des Straßenverkehrs gem. § 315 c I Nr. 1 StGB angenommen werden, so muss sich dies auf alle Tatumstände beziehen. Vorsatz ist deshalb nicht nur für die Kenntnis der Fahrunsicherheit, sondern auch bezüglich der konkreten …
Anspruch auf Ersatz des „Minderwerts“ bei Kauf eines VW-Diesels mit Prüfstanderkennungssoftware
Der BGH hat entschieden, dass dem Käufer eines Pkw VW mit Dieselmotor, der mit einer Prüfstanderkennungssoftware ausgestattet ist, gegen den Fahrzeughersteller ein sogenannter kleiner Schadensersatzanspruch (Anspruch auf Ersatz des „Minderwerts“) zustehen kann. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: Die …
Haftung für einen zerbrochenen und neben dem Kanalschacht auf der Straße liegenden Kanaldeckel
Kommt es zu Fahrzeugschäden, ein Kanaldeckel in zerbrochenem Zustand neben dem Kanalschacht auf der Fahrbahn lag, so haftet die Gemeinde für den entstandenen Schaden. Hierzu führte das Gericht aus: Bei dem zerstörten Deckel des Kanalschachts handelt es sich um eine …
Mietwagenschätzgrundlage: Mittelwert aus Schwacke- und Fraunhofer-Liste
Ein Haftpflichtversicherer, dem bereits Rechnungen eines Autovermieters vorgelegt wurden und der daraufhin Abrechnungsschreiben verschickt hat, nach denen eine gewisse Teilsumme anerkannt oder für berechtigt gehalten wurde, kann später die die Notwendigkeit der Anmietung eines Kfz und Einzelpunkte (zB. Verfügbarkeit eines …
Sturz über Bodenschwelle: Kein Schadensersatz für Radrennfahrer
Rennradfahrer müssen in ihrem eigenen Interesse geschwindigkeitsangepasst fahren, damit sie erkennbaren Unebenheiten auf der Straße ausweichen können. Das Landgericht hat daher einem Rennradfahrer eine Entschädigung verwehrt, der während einer Ausfahrt über eine Bodenschwelle gefahren und gestürzt ist. Der Entscheidung lag …
„Phantomgrün“ ist bei zweiter Ampel keine Entschuldigung
Steht neben einer über der Fahrbahn hängenden Ampel noch eine weitere Ampel mit Sonnenschirm am Fahrbahnrand, so kann sich ein Verkehrsteilnehmer, der bei Rot auf eine Kreuzung fuhr und dadurch einen Verkehrsunfall provozierte, nicht darauf berufen, daß die hängende Ampel …
Nur ganz unbedeutende Mängel dürfen verschwiegen werden
Verkauft ein Händler ein fabrikneues Fahrzeug, so darf er nur ganz unerhebliche Mängel verschweigen, da der Kunde einen unbeschädigten Wagen erwartet. Andernfalls liegt eine bewusste Täuschung vor, die dazu berechtigt, den Kauf rückgängig zu machen. Im vorliegenden Fall war das …
Fahrzeugdiebstahl und der Wert eines Oldtimer-Traktors von 1935
Der Käufer hatte für 35.000 € einen Lanz-Traktor aus dem Baujahr 1935 erworben. Das Fahrzeug ließ der Käufer zunächst beim Verkäufer stehen, der es auf einem Sportflugplatzgelände für mehrere Tage im Freien abstellte. Dort wurde es von Unbekannten entwendet. Von …
Schadenersatz bei Verkehrsunfall: Mietwagenkosten und Unkostenpauschale
Im vorliegenden Fall stand fest, dass die Beklagten zu 100 % für den fraglichen Unfall zu haften haben. Der Unfall war für die Fahrerin des Klägerfahrzeugs ein unabwendbares Ereignis. Strittig war, ob die Mietwagenkosten zu hoch ausgefallen waren. Das Gericht …
Verkehrsunfall: Wer zahlt die Straßenreinigung?
Ein Beteiligter eines Verkehrsunfalls kann nach Art. 16 BayStrWG auch dann für die Kosten der insoweit anfallenden Straßenreinigung in Anspruch genommen werden, wenn der Anteil seines Verursachungsbeitrags unklar ist oder nicht im Vordergrund steht. Hierzu führte das Gericht aus: 1. …
Absehen vom Fahrverbot nach Erhöhung der Geldbuße bei Teilnahme an einer Schulung
Absolviert der Betroffene eine verkehrspsychologische Schulung, kann das Gericht, sofern keine sonstigen Gründe entgegenstehen, von der Anordnung eines Fahrverbots gegen Erhöhung der Geldbuße absehen. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: Gegen den Betroffenen war ausgehend von den Rahmensätzen des …
Mobiltelefon während Unfall benutzt: Wirkt sich dies auf die Haftung aus?
Nur weil zum Unfallzeitpunkt mit einem Mobiltelefon ohne Freisprecheinrichtung telefoniert wurde, ist noch keine Haftung oder Haftungserhöhung aus Betriebsgefahr zwangsläufig, wenn dieses Verhalten sich nicht auf den Verkehrsunfall auswirkte. Hierzu führte das Gericht aus: Das Amtsgericht hat mit Urteil vom …
Fahrzeugalter ist ungefragt zu offenbaren!
Wurde der Käufer eines Fahrzeugs vom Verkäufer durch bewusst unvollständige Angaben über Alter und Fahrleistung getäuscht, so kann er vom Kaufvertrag zurücktreten und den Kaufpreis zurückverlangen. Das Fahrzeugalter, welches für jeden Käufer von ausschlaggebender Bedeutung ist, ist ungefragt zu offenbaren. …
Diesel-Abgasskandal: Keine Ansprüche des Käufers bei hinreichender Aufklärung durch Verkäufer
Klärt der Verkäufer den Käufer eines Fahrzeugs, das vom sog. „Diesel-Abgasskandal“ betroffen ist, hierüber hinreichend auf, kann der Käufer mangels Täuschung keine deliktischen Ansprüche gegen den Verkäufer geltend machen. Hierzu führte das Gericht aus: Der Kläger kann gegen die Beklagte …
Verkehrsunfall: Schadensersatz auch für psychisch bedingte Ausfälle
Grundsätzlich gilt, dass derjenige, der schuldhaft die Körperverletzung oder Gesundheitsbeschädigung eines anderen verursacht hat, für die er haftungsrechtlich einzustehen hat, auch für die daraus resultierenden Folgeschäden haften muss. Das gilt sowohl für organische als auch psychisch bedingte Folgeschäden. Die Schadenersatzpflicht …
Nutzungsausfallentschädigung bei nicht zeitnaher Ersatzbeschaffung wegen fehlender Vorfinanzierungsmöglichkeit
Anspruchsgrundlage für die geltend gemachte Nutzungsausfallentschädigung sind die §§ 7, 17 StVG, 823, 249 Abs. 2 Satz 1 BGB. Der Klägerin steht ein Anspruch auf Schadensersatz in Form der Nutzungsausfallentschädigung zu. Die Klägerin hat infolge des Verkehrsunfalls vom 14.09.2011 einen …
Versagen des Gesetzgebers und des Kraftfahrt-Bundesamtes im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal?
Die Bundesrepublik Deutschland hat bei der Umsetzung der Richtlinie 2007/46/EG das ihr zustehende Ermessen rechtsfehlerfrei ausgeübt. Auch sei es bei der Erteilung und Überwachung der Typgenehmigungen zu keinem die Haftung auslösenden Versäumnis des Kraftfahrt-Bundesamtes gekommen. Der Entscheidung lag der nachfolgende …
Ausgleichsanspruch des Versicherers gegen den Schädiger nach einem Verkehrsunfall
Im Außenverhältnis gegenüber dem Geschädigten hafteten die Parteien – Schädiger und Versicherung – vorliegend für die Schäden aufgrund des Verkehrsunfalls als Gesamtschuldner, wobei sich die Haftung des Beklagten als Schädiger aus § 18 StVG und die Haftung der Klägerin als …
Schmerzensgeld bei Unfall mit HWS-Distorsion, Prellung und mehr
Im vorliegenden Fall war es aufgrund eines Unfalls zu einer HWS-Distorsion, Prellung und Stauchung des Handgelenks sowie Arbeitsunfähigkeit von sechs Wochen gekommen. Ein struktureller, unfallbedingter Schaden des Schultergelenks konnte jedoch gutachtlich ausgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund sah das Gericht ein …
Regressanspruch der Kfz-Haftpflichtversicherung bei alkoholbedingter Fahruntüchtigkeit
Alleine aus einer Blutalkoholkonzentration unterhalb der Grenze von 1,1 Promille zum Unfallzeitpunkt folgt keine alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit, die eine Regressforderung der Kfz-Haftpflichtversicherung aufgrund eines Obliegenheitsverstoßes begründen würde. Es besteht auch kein Anscheinsbeweis für einen Kausalzusammenhang zwischen der Alkoholisierung und dem Unfall. …
Abschleppen eines auf einer als Radweg gekennzeichneten Verkehrsfläche abgestellten Fahrzeugs
Selbst dann, wenn ein Fahrzeug am Ende eines durch die Zeichen 237 und 295 StVO nebst Piktogramm „Fahrrad“ gekennzeichneten Radweg steht und hinter dem Fahrzeug ein anderes Fahrzeug parkt, ist das Abschleppen des Fahrzeugs gerechtfertigt. Der Halter muss daher die …
Haftungsverteilung bei einem Parkunfall
Im vorliegenden Fall war es zum Zusammenstoß zweier Fahrzeuge gekommen, als der spätere Kläger beabsichtigte, rückwärts in eine Parkbucht einzuparken. Der Kläger gab an, dass er erkannt hatte, dass die die in der benachbarten Parkbucht befindliche Beklagte beabsichtigte, rückwärts auszuparken. …
Drittanfechtung einer straßenrechtlichen Sondernutzungserlaubnis
Wenn bereits eine straßenverkehrsrechtliche Ausnahmegenehmigung nach §§ 46 Abs. 1 Nr. 8, 32 Abs. 1 StVO erforderlich ist, so bedarf es zusätzlich keiner Sondernutzungserlaubnis, da bei der Erteilung der Ausnahmegenehmigung die straßenrechtlichen Interessen der Anlieger berücksichtigt werden. Hierzu führte das …
Stau auf der bevorrechtigten Fahrspur
Die Norm des § 18 Abs. 3 StVO bezieht sich auf bauliche Gegebenheiten und setzt eine Einfädelspur und eine Fahrspur voraus. Ist dies der Fall, ist der Verkehr auf der Fahrspur gegenüber dem Verkehr auf der Einfädelspur bevorrechtigt. Dieses Vorrecht …
Schmerzensgeld aufgrund eines Schädel-Hirn-Traumas nach Verkehrsunfall
Die Parteien streiten wegen der Folgen eines Verkehrsunfalls. Der Kläger befuhr mit seinem Fahrrad den als Radweg freigegebenen Gehweg. Der Beklagte zu 2, der als Angestellter der Beklagten zu 1 zu diesem Zeitpunkt mit einer Postzustellung beschäftigt war, kam aus …
EU-Fahrerlaubnis ist einschränkbar
Wurde eine EU-Fahrerlaubnis unter Umgehung des deutschen Fahrerlaubnisrechts missbräuchlich erworben, so kann das Recht zum Führen von Kraftfahrzeugen aufgrund dieser Erlaubnis eingeschränkt sein. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: Der Antragsteller, der Inhaber einer in Tschechien ausgestellten EU-Fahrerlaubnis ist, …
Schmerzensgeld bei Verkehrsunfall mit zahlreichen Frakturen
Der Kläger macht gegen die Beklagten weitere Ansprüche auf Schmerzensgeld sowie erstmals in der Berufungsinstanz Feststellung ihrer Ersatzpflicht aus einem Verkehrsunfall am 31.10.2007, bei dem der Kläger als Mofafahrer schwer verletzt wurde, geltend. Die Haftung der Beklagten dem Grunde nach …
Mietwagenkostenersatz nach Verkehrsunfall eines Fahrschulwagens
Der Unfallgeschädigte kann Ersatz der Mietwagenkosten nur für denjenigen Zeitraum beanspruchen, in dem sein Fahrzeug „unfallbedingt“, also gerade wegen der durch den Unfall erforderlich gewordenen Reparaturarbeiten ausgefallen ist. Dabei ist es zunächst Sache des Geschädigten, die unfallbedingt notwendige Reparaturdauer konkret …
Arglistige Täuschung durch den Verkäufer bei bloßem Verschweigen der Reimporteigenschaft eines Fahrzeuges?
Der unterlassene Hinweis eines Verkäufers auf die Reimporteigenschaft eines Fahrzeugs ist – entgegen der früheren Rechtsprechung – nicht mehr als arglistige Täuschung des Käufers anzusehen, es sei denn, der Käufer hat ausdrücklich danach gefragt. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt …
Auch Oldtimer brauchen Euro-Kennzeichen
Das Verwaltungsgericht Minden hat Klagen von zwei Oldtimer-Besitzern aus dem Kreis Paderborn abgewiesen, die gegen die Zuteilung von Kennzeichen mit Euro-Feld geklagt hatten. Beiden waren aus nicht mehr zu klärenden Umständen in den Jahre 2007 und 2011 Kennzeichen zugeteilt worden, …
Sind Sachverständigenkosten voll erstattungsfähig?
Sofern die Sachverständigenkosten nicht für einen Laien bei Auftragserteilung klar erkennbar deutlich überhöht sind, sind diese vollumfänglich zu erstatten. Im Streitfall trifft den Schädiger die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass das Sachverständigenhonorar erkennbar überhöht ist. Nicht ausreichend ist in diesem …
Erforderlichkeit von Sachverständigenkosten nach einem Verkehrsunfall
Der Kläger darf als Geschädigter einen Sachverständigen mit der Schätzung der Schadenshöhe an seinem durch einen Unfall beschädigten PKW beauftragen und von der Beklagten nach § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB als Herstellungsaufwand den Ersatz der objektiv erforderlichen Sachverständigenkosten …
Xenonscheinwerfer ohne Scheinwerferreinigungsanlage und Höhenregelung?
Infolge der starken Leuchtkraft der Xenonlampen wird wegen deren größerer Blendwirkung und der damit gesteigerten Unfallgefahr ohne automatische Leuchtweitenregulierung und Scheinwerferregulierungsanlage die Verkehrssicherheit wesentlich beeinträchtigt. Das Betreiben von Xenonscheinwerfern ohne Scheinwerferreinigungsanlage und ohne automatische Leuchtweiteregelung (Höhenregelung) stellt einen Verstoß nach …
Entziehung der Fahrerlaubnis durch Strafgericht
Erfolgt eine strafgerichtliche Entziehung der Fahrerlaubnis wegen einer einmaligen Trunkenheitsfahrt (BAK unter 1,1 Promille), so rechtfertigt dies die Anordnung zur Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens nach § 13 Nr. 2 d) der Fahrerlaubnisverordnung. Hierzu führte das Gericht aus: Nach § 123 …
Faherlaubnis: Anordnung einer MPU im Neuerteilungsverfahren
Nach § 123 Abs. 1 Satz 2 VwGO kann eine einstweilige Anordnung zur Regelung eines vorläufigen Zustands in Bezug auf ein streitiges Rechtsverhältnis ergehen, wenn diese Regelung nötig erscheint, um u. a. wesentliche Nachteile abzuwenden. Voraussetzung für den Erlass einer …
Schadensersatzansprüche gegen die Daimler AG im Zusammenhang mit dem sogenannten „Thermofenster“
Der BGH hat in vier gleichzeitig verhandelten Sachen über Schadensersatzansprüche gegen die Daimler AG im Zusammenhang mit dem sogenannten „Thermofenster“ entschieden und hierbei die klageabweisenden Entscheidungen der Vorinstanzen jeweils bestätigt. Die Kläger nehmen die beklagte Fahrzeugherstellerin auf Schadensersatz wegen Verwendung …
Bewertung des Nutzungsvorteils bei Leasingfahrzeugen im sogenannten Dieselskandal
Der BGH hat über Schadensersatzansprüche wegen des Leasings und anschließenden Kaufs eines von der beklagten Audi AG hergestellten Fahrzeugs entschieden. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: Der Kläger leaste ab Juni 2009 für vier Jahre von der Volkswagen Leasing …
Ausnahme für Ärzte zum Parken in der Umweltzone?
Im vorliegenden Fall wollte ein Arzt mit seinem Fahrzeug regelmäßig zu seiner Praxis fahren – diese lag aber in einer Umweltzone. In diesem Fall kommt keine Ausnahmegenehmigung vom Fahrverbot in Frage, da für diese Fahrten (wie bei anderen Pendlern auch) …
Klage gegen Schutzstreifen für Radfahrer?
Ein durch Leitlinien (Zeichen 340) markierter Schutzstreifen für Radfahrer enthält weder rechtlich Verhaltenspflichten für Radfahrer, noch führt er tatsächlich für sie zu (Gesundheits-) Gefahren, etwa durch zu enge Überholvorgänge. Radfahrer sind daher gegen die Markierung eines solchen Schutzstreifens nicht klagebefugt. …
Mietwagen zum Unfallersatztarif
Für die Frage der Erforderlichkeit eines Unfallersatztarifs kommt es im Allgemeinen nicht darauf an, ob der Mietpreis für das Ersatzfahrzeug zwischen Mieter und Vermieter wirksam vereinbart worden ist. Es ist vielmehr Aufgabe des Geschädigten darzulegen, dass unter Berücksichtigung der individuellen …
Schadensersatzforderung nach Verkehrsunfall mit einem Gabelstapler
Im vorliegenden Fall war es auf einem Betriebsgelände an einem dort geparkten Pkw zu einem Schaden gekommen, der durch das Rangieren eines Gabelstaplers entstanden war. Strittig war u.a., ob die Betriebsgefahr des Pkw und der Umstand, dass der Pkw an …
Kfz-Unfall: Anspruch auf Ersatz von Mietwagenkosten trotz Zweitwagens?
Die Haftung der Beklagten dem Grunde nach war vorliegend unstreitig. Bei dem streitgegenständlichen Unfall wurde das Fahrzeug der Firma R. Vertriebsgesellschaft mbH beschädigt. Strittig war der Anspruch des Geschädigten auf Ersatz von Mietwagenkosten. Das Gericht bestätigte den Anspruch des Geschädigten …
Fiktive Abrechnung und der Verweis auf eine kostengünstigere Reparaturmöglichkeit
Ein Unfallgeschädigter kann von der einstandspflichtigen Haftpflichtversicherung nur dann auf eine kostengünstigere Reparaturmöglichkeit verwiesen werden, wenn die Versicherung ein konkretes Reparaturangebot vorlegt. Ein Prüfbericht des Sachverständigen ist nicht ausreichend. Bei der Prüfkalkulation handelt es sich lediglich um ein tabellarisches Zahlenwerk, …
Die „kleine Benzinklausel“ in der privaten Haftpflichtversicherung
Die „kleine Benzinklausel“ ist wirksam; insbesondere ist sie nicht wegen Intransparenz im Sinne des § 307 Abs. 1 S. 2 BGB unwirksam. Der in der Klausel verwendete Begriff des „Gebrauchs“ eines KFZ ist auch für einen durchschnittlichen Versicherungsnehmer bei verständiger …
Rotlichtverstoß bei Wechsel auf die Abbiegerspur
Ein Rotlichtverstoß liegt vor, wenn der Betroffene nach Passieren der Haltelinie von der mit Grünlicht befahrenen Geradeausspur auf die mit Rotlicht versehene Abbiegespur wechselt. Dabei ist unerheblich, ob der Entschluss zum Spurwechsel vor oder nach Passieren der Haltelinie gefasst wurde. …
Kostenloses neues Inspektionsheft?
Wird ein Händler um Neuausstellung des Inspektionshefts und Nachtragung der durchgeführten Inspektionen gebeten, weil der Käufer dieses verloren hat, so kann der Händler eine angemessene Vergütung hierfür verlangen, da es sich im Zweifel nicht um eine unentgeltliche Serviceleistung handelt. Hierzu …
Inzahlunggabe des Gebrauchten und der Rücktritt vom Kaufvertrag
Wird beim Erwerb eines Neuwagens ein Gebrauchtwagen in Zahlung gegeben, so liegt ein einheitlicher Kaufvertrag über das neue Fahrzeug vor, wenn die Parteien die Ersetzung eines Teils des Gesamt-Verkaufspreises durch Inzahlungnahme vereinbart haben. Dies gilt auch dann, wenn zwei getrennte …