Klage gegen den Vorausleistungsbescheid für Straßenausbaubeiträge – und der endgültige Heranziehungsbescheid

Erledigt sich ein Vorausleistungsbescheid durch den Erlass des endgültigen Heranziehungsbescheides, fehlt es für die gerichtliche Entscheidung über den Vorausleistungsbescheid in der Regel dann am Fortsetzungsfeststellungsinteresse, wenn der Beitragsbescheid im Wege der Klageänderung nach § 91 VwGO zum Gegenstand des Verfahrens …

Weihnachtsgeld und Mitgliedervorteil nach dem MTV Zeitarbeit: Anspruch und Rückzahlungspflicht bei Ausscheiden bis 31. März

Eine tarifliche Sonderzahlung kann nicht eingeklagt werden, wenn der Arbeitnehmer sie nach einer tariflichen Rückzahlungsklausel sofort zurückzahlen müsste (§ 242 BGB, „dolo agit“). Scheidet der Arbeitnehmer wegen des Ablaufs einer Befristung aus, greift eine Ausnahme von der Rückzahlungspflicht für „betriebsbedingte …

Klage gegen den Vorausleistungsbescheid für Straßenausbaubeiträge – und der endgültige Heranziehungsbescheid

Erledigt sich ein Vorausleistungsbescheid durch den Erlass des endgültigen Heranziehungsbescheides, fehlt es für die gerichtliche Entscheidung über den Vorausleistungsbescheid in der Regel dann am Fortsetzungsfeststellungsinteresse, wenn der Beitragsbescheid im Wege der Klageänderung nach § 91 VwGO zum Gegenstand des Verfahrens …

Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung: Sofortige Entziehung bei Zweifeln an der Fahreignung rechtmäßig

Die sofortige Vollziehung der Entziehung einer Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung ist rechtmäßig, wenn die Entziehungsverfügung nicht offensichtlich rechtswidrig ist und die Interessenabwägung zugunsten der Verkehrssicherheit ausfällt. Bereits konkrete medizinische Zweifel an der körperlichen oder geistigen Eignung können das private Interesse an …

3D-Luftbilder von Privatgrundstücken verletzten das allgemeine Persönlichkeitsrecht

Niemand muss hinnehmen, dass Luftbildaufnahmen seines bewohnten Grundstücks ohne Zustimmung weltweit öffentlich verbreitet werden. Dies gilt zumindest dann, wenn dadurch Bereiche sichtbar werden, die öffentlichen Blicken entzogen sind. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht überwiegt das Informationsinteresse der Nutzer und die wirtschaftlichen Interessen …

3D-Luftbilder von Privatgrundstücken verletzten das allgemeine Persönlichkeitsrecht

Niemand muss hinnehmen, dass Luftbildaufnahmen seines bewohnten Grundstücks ohne Zustimmung weltweit öffentlich verbreitet werden. Dies gilt zumindest dann, wenn dadurch Bereiche sichtbar werden, die öffentlichen Blicken entzogen sind. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht überwiegt das Informationsinteresse der Nutzer und die wirtschaftlichen Interessen …

Der US-Pensionsfonds – und die Cum-ex-Geschäfte

Landgericht Bonn

Wer im Rahmen von Cum-ex-Geschäften die Erstattung von Kapitalertragsteuer beantragt, obwohl die entsprechenden Steuern tatsächlich nicht einbehalten und abgeführt wurden, kann sich wegen Steuerhinterziehung beziehungsweise versuchter Steuerhinterziehung strafbar machen.

So hat der Bundesgerichtshof die Verurteilung eines Fondsmanagers zu einer Freiheitsstrafe …

Insolvenzanfechtung – BGH verschärft Blick auf Zahlungen an ehemalige Geschäftsführer

Untreue

Bei der Feststellung des Gläubigerbenachteiligungsvorsatzes der schuldnerischen Gesellschaft mit beschränkter Haftung bedarf es auch im Fall kongruenter Deckung keiner weiteren Prognose mehr, wenn die GmbH ausschließlich durch die Beratungstätigkeit ihres früheren Geschäftsführers und Anfechtungsgegners Einnahmen erzielte, dieser keine weiteren nennenswerten …

Neuerstellung einer Anlassbeurteilung – und der zwischenzeitliche Wegfall des Beförderungsanlasses

Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg

Beamte haben keinen Anspruch auf die Neuerstellung einer dienstlichen Anlassbeurteilung, wenn der Anlass für deren Erstellung inzwischen weggefallen ist. In einem reinen Anlassbeurteilungssystem ist der Dienstherr nicht verpflichtet, eine möglichst lückenlose Beurteilungsbiografie sicherzustellen. Dies hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg für das …

Werbung auf öffentlichen Verkehrsflächen – Drohungen Dritter rechtfertigen keine Kündigung

Ein öffentlich-rechtliches Verkehrsunternehmen darf eine bereits genehmigte Werbekampagne nicht allein deshalb beenden, weil Dritte mit Gewalt oder Störungen des Betriebsablaufs drohen. Der Anspruch auf gleichberechtigten und diskriminierungsfreien Zugang zu öffentlichen Werbeflächen kann aus Sicherheitsgründen grundsätzlich erst dann eingeschränkt werden, wenn …

Umsetzungsverstoß bei der Vereinbarkeitsrichtlinie: Einkommensgrenze beim Elterngeld und unionsrechtlicher Staatshaftungsanspruch

Das deutsche Elterngeld ersetzt den nach der Vereinbarkeitsrichtlinie vorgesehenen vergüteten Vaterschaftsurlaub grundsätzlich. Nur für Väter, die wegen Überschreitung der Einkommensgrenze des § 28 Abs. 5 BEEG kein Elterngeld erhalten, ist die Richtlinie nicht umgesetzt. Dieser Verstoß ist jedoch nicht hinreichend …