Ein im Verlängerungsklausel eines Gewerbemietvertrags vorgesehener Widerspruch gegen die automatische Vertragsverlängerung ist auch dann wirksam, wenn er sprachlich als „Kündigung“ bezeichnet wird; entscheidend ist allein, dass der Vermieter unmissverständlich und unbedingt erklärt, das Mietverhältnis zu den bestehenden Konditionen nicht fortsetzen …
Schlagwort: Firmen _ Gewerbe-Urteile
Betriebskostenabrechnung in der Gewerbemiete: Wann verstößt der Vermieter gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot?
Vermieter dürfen im Rahmen der Betriebskostenabrechnung in der Gewerberaummiete höchstens den oberen marktüblichen Preis für vergleichbare Dienstleistungen ansetzen; ein Verstoß gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot führt dazu, dass nur noch die durchschnittlichen marktüblichen Kosten abgerechnet werden dürfen. Zudem steht dem gewerblichen Mieter …
Google haftet für falsche Behauptungen der KI-Suchübersicht
Fasst eine KI-gestützte Suchergebnis-Übersicht Inhalte Dritter eigenständig zusammen und trifft dabei über die verlinkten Quellen hinausgehende Aussagen, handelt es sich um eine eigene, dem Suchmaschinenbetreiber zurechenbare Äußerung. Der Betreiber haftet insoweit als unmittelbarer Störer und kann sich weder auf die …
Kündigungsrecht bei Leerstand in gewerblichen Mietverträgen
Eine Klausel, nach der die Mietzeit eines Gewerberaummietvertrages erst mit der Übergabe der Mietsache beginnt, verstößt auch dann nicht gegen das Schriftformerfordernis des § 550 BGB, wenn der Übergabetermin bei Vertragsschluss noch nicht feststeht; dies gilt insbesondere bei der Vermietung …
Gemieteter Radlader verschwindet: Wer haftet für die Unterschlagung durch den Untermieter?
Ein Mieter haftet für die Unterschlagung der Mietsache durch einen von ihm eingesetzten Untermieter, ohne dass es auf ein eigenes Verschulden ankommt. Den Vermieter trifft weder eine Pflicht, eine Versicherung mit niedriger Selbstbeteiligung abzuschließen, noch eine vorvertragliche Aufklärungspflicht über deren …
Bearbeitungspauschale bei Kleinbestellungen ist kein Teil des Gesamtpreises
Eine Bearbeitungspauschale, die nur bei Unterschreiten eines Mindestbestellwerts anfällt, muss nicht in den anzugebenden Gesamtpreis eingerechnet werden. Voraussetzung ist, dass die Pauschale klar und deutlich ausgewiesen wird und der Mindestbetrag nicht so angesetzt ist, dass ihre Zahlung praktisch unvermeidbar wird. …
Wenn die Anti-Rutsch-Matte zur Rutschfalle wird
Wenn der Zugang zu einem Anwesen (hier: Zahnarztpraxis) über eine Brücke oberhalb eines Gewässers führt, muss angesichts der bekannten Gefahr aufsteigender Feuchtigkeit sicherstellen, dass ausgelegte Anti-Rutsch-Matten sich bei winterlichen Witterungsverhältnissen nicht selbst von der Unterlage lösen. Genügt der Verkehrssicherungspflichtige dem …
Wertersatz statt Vollhaftung: Wahlrecht des Geschädigten im Frachtrecht
Auch vom Absender eingesetzte Lademittel wie ein Auflieger gelten als Transportgut, sodass der Frachtführer bei deren Beschädigung Wertersatz schuldet. Macht der Geschädigte von seinem Wahlrecht Gebrauch und verlangt Wertersatz, muss er die damit verbundenen Haftungsbegrenzungen – auch bezüglich Bergungskosten – …
Bestätigungsseite bei Online-Kündigung muss frei von Kündigungsalternativen bleiben
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die nach § 312k BGB vorgeschriebene Bestätigungsseite für Online-Kündigungen ausschließlich der Erfassung der Kündigungsdaten und der Abgabe der Kündigungserklärung dienen darf. Zusätzliche Informationen zu Kündigungsalternativen, etwa zum Pausieren eines Vertrags, sind auf dieser Seite unzulässig, …
Räumungsverfügung auch bei gewerblich genutzten Räumen zulässig
Ein Anspruch auf Räumung und Herausgabe von Mieträumen kann gemäß § 546 Abs. 2 BGB auch gegenüber Dritten geltend gemacht werden, denen die Hauptmieter die Räume überlassen haben. Ergänzend ergibt sich ein Anspruch aus § 985 BGB, sofern das Eigentum …
Betrieb einer Eisdiele im besonderen Wohngebiet ist von Anwohnern zu dulden
Eine Eisdiele ist in einem besonderen Wohngebiet grundsätzlich allgemein zulässig und verursacht bei typischem Betrieb – insbesondere ohne Außenbewirtschaftung – in der Regel keinen unzumutbaren Lärm im Sinne des baurechtlichen Rücksichtnahmegebots. Nachbarn können sich gegen eine entsprechende Baugenehmigung daher regelmäßig …
Kündbarkeit eines befristeten Gewerberaummietvertrags bei unklarer Vertretungsregelung
Ein Gewerberaummietvertrag unterliegt gemäß § 550 Satz 1 BGB der Schriftform. Die Schriftform ist nur dann gewahrt, wenn die Vertragsurkunde die wesentlichen Vertragsbestandteile wie Mietgegenstand, Mietzins, Vertragsdauer und Vertragsparteien enthält und von sämtlichen Vertragsparteien unterzeichnet ist. Wird ein Nachtrag zu …
Landwirtschaftliche Verpachtung durch Kapitalgesellschaften: Kein Verwaltungsvermögen trotz Betriebsverpachtung im Ganzen
Zur landwirtschaftlichen Nutzung überlassene Grundstücke im Betriebsvermögen einer Kapitalgesellschaft gehören nicht zum Verwaltungsvermögen. Dies gilt auch dann, wenn die Überlassung im Rahmen einer Betriebsverpachtung im Ganzen erfolgt. Wann liegt Verwaltungsvermögen bei Nutzungsüberlassung vor? Gegenstand des Verfahrens war die erbschaft- und …
Millionenschaden nach Schiffsuntergang: Brennender Taycan als Schadensursache?
Nach dem Untergang eines mit Neufahrzeugen beladenen Autotransportschiffes infolge eines Brandes scheiterten Schadensersatzansprüche gegen die Herstellerin eines an Bord befindlichen Elektrofahrzeugs an der fehlenden Kausalitätsfeststellung: Die einzige unmittelbare Zeugenaussage zur Brandursache wurde als nicht glaubhaft gewürdigt, weshalb die beweisbelastete Klägerseite …
1-Stern ohne Kommentar: Google muss Fake-Bewertungen prüfen
Eine Sternebewertung ohne Kommentar ist eine Meinungsäußerung und deshalb grundsätzlich von der Meinungsfreiheit geschützt. Fehlt ihr jedoch jede tatsächliche Grundlage – etwa weil kein Kontakt zwischen Bewertendem und Bewertetem bestand -, stellt sie einen rechtswidrigen Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht …
Zweckbestimmung „Wohnung“: Grenzen der gewerblichen Mitnutzung
Ein Sondereigentum, das in der Teilungserklärung als „Wohnung“ bezeichnet ist, darf grundsätzlich auch als psychologische bzw. psychotherapeutische Praxis genutzt werden, sofern die übrigen Wohnungseigentümer dadurch nicht stärker beeinträchtigt werden als durch eine reine Wohnnutzung. Die Nutzung muss sich dabei zeitlich …
Kundenbewertungen und die Informationspflichten im Online-Handel
Ein Online-Händler, der Kundenbewertungen veröffentlicht, muss offenlegen, ob und wie sichergestellt wurde, dass diese Bewertungen tatsächlich von Kunden stammen, die die Ware genutzt oder erworben haben; das Fehlen dieser Information stellt eine unlautere geschäftliche Handlung dar. Eine herunterzählende Uhr bei …
Betriebskostenabrechnung auf dem Prüfstand: „Strom allgemein“ und Verwaltungskosten im Fokus
Der Vermieter eines Ladenlokals muss einer vom Mieter gewünschten Sortimentsänderung grundsätzlich auch dann nicht zustimmen, wenn sich die Kundenstruktur eines Einkaufszentrums verändert hat; das wirtschaftliche Verwendungsrisiko der Mietsache trägt der gewerbliche Mieter. In der Nebenkostenabrechnung sind Verwaltungskosten bei hinreichend bestimmter …
Schriftformfehler im Gewerbemietvertrag: Fehlende Lagepläne machen Kündigung möglich
Fehlen einem langfristigen Mietvertrag die zur Bestimmung des Mietgegenstands erforderlichen Lagepläne als formgerecht einbezogene Anlage, ist das Schriftformerfordernis des § 550 BGB nicht gewahrt, der Vertrag gilt als auf unbestimmte Zeit geschlossen und ist ordentlich kündbar – vertragliche Schriftformheilungsklauseln und …
Holzkohlegrill: Wann Gerüche zur „schädlichen Umwelteinwirkung“ für Nachbarn werden
Eine Behörde kann Betreiber eines nicht genehmigungsbedürftigen Holzkohlegrillrestaurants im Wege einer sofort vollziehbaren Anordnung zur erheblichen Minderung von Geruchsemissionen verpflichten, wenn nach der TA Luft 2021 die Immissionswerte für Gerüche deutlich überschritten werden und Anwohner seit Jahren ohne Selbstschutzmöglichkeit betroffen …
Gewerbeuntersagung wegen Steuerschulden ohne Sanierungsplan?
Steuerrückstände von erheblichem Gewicht sowie eine Eintragung ins Schuldnerverzeichnis wegen Nichtabgabe der Vermögensauskunft können die gewerberechtliche Unzuverlässigkeit begründen. Die bloße Erklärung, zahlungswillig und zahlungsfähig zu sein, genügt nicht, um diese Prognose zu entkräften – erforderlich ist ein tatsächlich vorgelegtes und …
Aufwandspauschale für Bußgeld-Bearbeitung in Mietwagen-AGB unwirksam
Eine AGB-Klausel, mit der ein Autovermieter eine pauschale Aufwandsgebühr für die Bearbeitung von Verkehrsverstößen und sonstigen Gesetzesverstößen seiner Mieter erhebt, ist unwirksam, wenn der Verwender nicht darlegt, dass die Pauschale dem typischerweise entstehenden, ersatzfähigen Schaden entspricht. Nicht ersatzfähig sind dabei …
Blickfangwerbung mit Sternchen: Wie genau muss der Preis wirklich sein?
Eine blickfangmäßig herausgestellte Preisangabe muss nicht sämtliche nach § 1 PAngV erforderlichen Informationen bereits im Blickfang selbst enthalten. Fehlende Angaben – etwa zu zusätzlich anfallenden Gebühren – können durch einen klaren, unmissverständlichen und dem Blickfang zugeordneten Sternchenhinweis ergänzt werden. Bei …
Ausgestaltung der Kündigungsmöglichkeit eines Online-Abonnements
Eine Kündigungsschaltfläche im Sinne des § 312 k BGB muss nicht optisch identisch mit der Bestell- bzw. Abschlussfläche gestaltet sein, um als „gut lesbar“ zu gelten; entscheidend ist die isolierte Betrachtung der Schaltfläche selbst. Sie ist jedoch nicht „unmittelbar und …
Fristlose Kündigung bei Mietrückstand: Vertragliche Zusatzregeln ändern nichts
Sehen mietvertragliche Sonderregelungen zur fristlosen Kündigung bereits ihrem Wortlaut nach zusätzliche, über das Gesetz hinausgehende Kündigungsmöglichkeiten vor, bleibt das gesetzliche Kündigungsrecht des Vermieters bei Zahlungsverzug des Mieters unberührt. Gerät der Mieter mit der Zahlung des Mietzinses für zwei aufeinanderfolgende Termine …
Fristlose Kündigung bei Mietrückstand: Vertragliche Zusatzregeln ändern nichts
Sehen mietvertragliche Sonderregelungen zur fristlosen Kündigung bereits ihrem Wortlaut nach zusätzliche, über das Gesetz hinausgehende Kündigungsmöglichkeiten vor, bleibt das gesetzliche Kündigungsrecht des Vermieters bei Zahlungsverzug des Mieters unberührt. Gerät der Mieter mit der Zahlung des Mietzinses für zwei aufeinanderfolgende Termine …
Tropenhitze im Mietobjekt berechtigt Mieter zur fristlosen Kündigung des Mietvertrags
Muss ein Mieter in einem gewöhnlichen Sommer über mehrere Monate mit Innenraumtemperaturen von deutlich über 35 °C rechnen, stellt dies eine erhebliche Gesundheitsgefährdung dar, die das Recht zur fristlosen Kündigung begründet. Die Kenntnis des Mieters von diesem Zustand ist dabei …
Mietminderung wegen Sommerhitze: wann liegt ein Mangel vor?
Eine Mietminderung wegen überhöhter Raumtemperaturen setzt voraus, dass der Mieter sowohl die konkreten Innen- als auch die korrespondierenden Außentemperaturen an den betroffenen Tagen substantiiert darlegt. Die alleinige Behauptung hoher Innentemperaturen reicht nicht aus, da andernfalls das Risiko klimabedingter Temperaturanstiege einseitig …
Mietminderung wegen Sommerhitze: wann liegt ein Mangel vor?
Eine Mietminderung wegen überhöhter Raumtemperaturen setzt voraus, dass der Mieter sowohl die konkreten Innen- als auch die korrespondierenden Außentemperaturen an den betroffenen Tagen substantiiert darlegt. Die alleinige Behauptung hoher Innentemperaturen reicht nicht aus, da andernfalls das Risiko klimabedingter Temperaturanstiege einseitig …
Betriebskostenabrechnung ohne Datum und Unterschrift – trotzdem wirksam?
Eine Betriebskostenabrechnung in der Gewerberaummiete ist formell wirksam, wenn sie eine geordnete Zusammenstellung der Gesamtkosten, die Erläuterung des Verteilerschlüssels, die Berechnung des Mieteranteils und den Abzug der Vorauszahlungen enthält; Unterschrift, Ausstellungsdatum und vollständige Anschrift des Mieters sind hierfür nicht erforderlich. …
Insolvenzplan schützt Mieter vor Räumungskosten nach Vertragsende
Der mietvertragliche Anspruch des Vermieters auf Räumung von Gegenständen, die bereits vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens auf dem Mietgrundstück eingebracht waren, stellt eine Insolvenzforderung dar, auch wenn der Mietvertrag erst nach Verfahrenseröffnung endet. Ein im Insolvenzplan vereinbarter Forderungsverzicht wirkt gemäß § …
Fitnessstudio-AGB: Höherer Preis nach Vertragsverlängerung ist zulässig
Eine Klausel, nach der sich ein befristeter Fitnessstudiovertrag nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit automatisch in einen monatlich kündbaren Vertrag zu den dann gültigen – regelmäßig höheren – Beiträgen umwandelt, stellt eine Entgeltvereinbarung dar und unterliegt nicht der Inhaltskontrolle nach § 307 …
Rohstahl-Geländer: Wenn „Patina“ kein Mangel, sondern Vertragsinhalt ist
Vereinbaren die Parteien eines Werkvertrags ausdrücklich die Verarbeitung von Rohstahl mit materialtypischen Eigenschaften wie Farbunterschieden, Schweißspuren und Flugrost, liegt bei Auftreten dieser Eigenschaften kein Sachmangel vor. Ein Verzicht auf die Übersetzung von Vertragsunterlagen kann auch konkludent durch widerspruchslose Unterzeichnung erfolgen, …
Firmenwagen geblitzt, Täter unbekannt – Fahrtenbuchauflage trotz unscharfem Blitzerfoto
Bei Verkehrsverstößen mit Firmenfahrzeugen trifft die Geschäftsleitung eine über die bloße Weiterleitung eines Ermittlungsbogens hinausgehende Mitwirkungsobliegenheit zur Aufklärung des Fahrers. Verfügt das Unternehmen über keine Einsatzpläne oder sonstigen innerbetrieblichen Aufzeichnungen und beschränkt es sich auf die Benennung sämtlicher in Betracht …
Gewerbesteuer-Schulden der KG: Wann haftet der Komplementär persönlich?
Ein Haftungsbescheid gegen den Komplementär einer Kommanditgesellschaft für deren Gewerbesteuerrückstände setzt voraus, dass die zugrundeliegende Steuerschuld wirksam festgesetzt wurde und nicht verjährt ist; während die Gewerbesteuer selbst und Mahngebühren als öffentliche Abgaben bzw. Kosten kraft Gesetzes sofort vollziehbar sind, entfalten …
Verletzung am Latte-Macchiato-Glas – Haftet Bäckerei für Schnittverletzungen?
Bäckereibetriebe trifft keine Pflicht zur eingehenden Untersuchung jedes ausgegebenen Glases auf Beschädigungen; ausreichend ist eine Sichtprüfung auf erkennbare Bruchstellen und scharfe Kanten. Eine Haftung aus Verkehrssicherungspflichtverletzung scheidet aus, wenn nicht nachgewiesen werden kann, dass eine derart auffällige Schadstelle vorlag, dass …
Eigenmächtige Fahrrad-Probefahrt im Geschäft: Haftet der Händler bei einem Sturz?
Wer in einem Selbstbedienungswarenhaus eigenmächtig eine Probefahrt mit einem ausgestellten, lediglich vormontierten Fahrrad unternimmt, handelt außerhalb der bestimmungsgemäßen Nutzung der Verkaufsräume. Eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht des Betreibers liegt in diesem Fall nicht vor, da dieser nicht mit einer eigenmächtigen Nutzung …
Außerordentliche Kündigung eines Gewerberaummietvertrages wegen verweigerter Auskunft über Untermietverhältnisse
Ein Anspruch auf Räumung und Herausgabe von Mietflächen ergibt sich aus § 546 Abs. 1 BGB, wenn das Mietverhältnis wirksam beendet ist. Vertragsklauseln, die eine Fortsetzung von Untermietverhältnissen im Falle der Vertragsbeendigung vorsehen, schließen diesen Anspruch nicht aus, sondern wirken …
Bezahlte Nebenkostenabrechnung schützt Gewerbemieter nicht vor Nachforderung
Bei der Gewerberaummiete begründet die Übersendung einer Betriebskostenabrechnung und der vorbehaltlose Ausgleich der daraus folgenden Nachforderung durch den Mieter für sich genommen kein deklaratorisches Schuldanerkenntnis. Der Vermieter kann eine fehlerhafte Abrechnung daher auch nach vollständiger Zahlung grundsätzlich noch zulasten des …
Geduldetes Parken auf dem Hof: Kein Gewohnheitsrecht für Mieter
Schließen die Parteien für Wohn- und Gewerberäume zwei getrennte Mietverträge, die ausdrücklich „aneinander gebunden“ sind, liegt ein einheitliches Mietverhältnis vor, das nur insgesamt gekündigt werden kann. Die bloße jahrelange Duldung des Abstellens von Fahrzeugen außerhalb eines vertraglich zugewiesenen Stellplatzes begründet …
Außerordentliche Kündigung eines Gewerbemietvertrages wegen behaupteter Pflichtverletzungen
Ein außerordentliches Kündigungsrecht eines Gewerbemieters setzt das Vorliegen eines wichtigen Grundes im Sinne von § 543 Abs. 1 BGB voraus. Maßgeblich ist, ob dem Mieter unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Mietverhältnisses unzumutbar …
Geduldetes Parken auf dem Hof: Kein Gewohnheitsrecht für Mieter
Schließen die Parteien für Wohn- und Gewerberäume zwei getrennte Mietverträge, die ausdrücklich „aneinander gebunden“ sind, liegt ein einheitliches Mietverhältnis vor, das nur insgesamt gekündigt werden kann. Die bloße jahrelange Duldung des Abstellens von Fahrzeugen außerhalb eines vertraglich zugewiesenen Stellplatzes begründet …
Außerordentliche Kündigung eines Gewerbemietvertrages wegen behaupteter Pflichtverletzungen
Ein außerordentliches Kündigungsrecht eines Gewerbemieters setzt das Vorliegen eines wichtigen Grundes im Sinne von § 543 Abs. 1 BGB voraus. Maßgeblich ist, ob dem Mieter unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Mietverhältnisses unzumutbar …
Flächenabweichung über 10 %: Automatische Mietminderung auch bei Gewerberäumen
Weicht die tatsächliche Mietfläche um mehr als 10 % von der im Mietvertrag angegebenen Fläche ab, liegt ein erheblicher Mangel der Mietsache vor, der zur Mietminderung berechtigt – ohne dass der Mieter eine konkrete Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit darlegen muss. Diese …
Online-Autokauf: Widerrufsbelehrung ohne Telefonnummer trotzdem wirksam
Eine Widerrufsbelehrung beim Fernabsatzkauf ist nicht bereits deshalb fehlerhaft, weil sie zwar Postanschrift und E-Mail-Adresse des Unternehmers nennt, nicht jedoch dessen Telefonnummer – zumindest dann, wenn dem Verbraucher ausreichende Kommunikationswege offenstehen. Wirksamer Vertragsschluss trotz fehlendem Zahlungshinweis auf dem Bestellbutton Im …
Wucher im Mietrecht: Wann ist ein Gewerbemietvertrag sittenwidrig nichtig?
Ob ein gewerblicher Mietvertrag wegen auffälligen Missverhältnisses zwischen Leistung und Gegenleistung als sittenwidriges, wucherähnliches Rechtsgeschäft nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig ist, setzt die sachverständige Ermittlung der ortsüblichen Miete anhand vergleichbarer Objekte voraus. Gerichte dürfen nicht ohne sachverständige Beratung …
Wucher im Mietrecht: Wann ist ein Gewerbemietvertrag sittenwidrig nichtig?
Ob ein gewerblicher Mietvertrag wegen auffälligen Missverhältnisses zwischen Leistung und Gegenleistung als sittenwidriges, wucherähnliches Rechtsgeschäft nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig ist, setzt die sachverständige Ermittlung der ortsüblichen Miete anhand vergleichbarer Objekte voraus. Gerichte dürfen nicht ohne sachverständige Beratung …
Werbung für Pkw-Führerschein inklusive Grundbetrag ist irreführend
Es ist irreführend, wenn eine Fahrschule im Rahmen des Newsletters einer Gutscheinplattform mit der Überschrift „Pkw-Führerschein inklusive Grundbetrag“ wirbt, tatsächlich der Leistungsumfang aber nur einen geringen Anteil der nötigen Ausgaben, um die Fahrerlaubnis zu erlangen, umfasst. Dies gilt auch dann, …
Erwerb eines Mietobjekts: Wer den Mietvertrag kennt, kann ihn nicht anfechten
Dem Erwerber eines gewerblichen Mietobjekts ist es nach § 242 BGB verwehrt, sich auf einen Schriftformmangel nach § 550 BGB zu berufen und den Mietvertrag deshalb zu kündigen, wenn er vor dem Erwerb das Mietobjekt einschließlich der vom Mieter genutzten …
Was gilt, wenn Wohnräume und Gewerbeflächen gemeinsam verpachtet werden?
Werden Gewerberäume und Wohnräume in einem einheitlichen Vertrag gemeinsam überlassen, richtet sich die rechtliche Einordnung des Gesamtvertrages nach dem wesentlichen Vertragszweck und dem im Vertrag zum Ausdruck gekommenen Willen der Parteien – nicht nach dem anteiligen Nutzungsentgelt. Überwiegt danach der …