Wie kaum eine andere Branche wächst der Markt der Internetreisebuchungen. Gute Vergleichbarkeit der Angebote, authentischere Fotos als in den „schöngefärbten“ Prospekten so manches Reiseveranstalters, Reservierung direkt am PC – viele Vorteile, die dafür sprechen, das Urlaubsdomizil von zu Hause aus …
Tag: 2. Januar 2019
Lichthupe / Blinker
Versucht ein Fahrer ein anderes Fahrzeug mittels Lichthupe oder dauerhaft eingeschalteten linken Blinker dazu zu bewegen, die Überholspur zu verlassen, so stellt dies regelmäßig nur eine Belästigung dar. Die fehlerhafte Betätigung der Lichtanlage ist zudem eine Ordnungswidrigkeit, es kann mit …
Mietkaution
Die Kaution wird seit der Mietrechtsreform in den §§ 551 sowie 566 a BGB geregelt. Grundlegende Regelungen enthält § 551 BGB. Wie schon bislang, so kann der Vermieter auch nach neuem Recht lediglich den dreifachen Betrag einer Monatsmiete vom Mieter …
Inhalt des Sozialplans
Prinzipiell kann der Inhalt von den Beteiligten frei gestaltet werden, es liegt in Ihrem Ermessen, zu entscheiden, welche Nachteile in welchem Umfang auszugleichen sind, wobei die Grundrechte sowie zwingenden Gesetzesnormen zu beachten sind. Insbesondere ist der Gleichheitsgrundsatz zu beachten. Regelungen, …
Entfallen und Verwirken des Kindes-Unterhaltsanspruchs
Der Anspruch auf Kindesunterhalt setzt wie jeder Unterhaltsanspruch voraus, dass der Unterhaltsberechtigte bedürftig und der Unterhaltsverpflichtete leistungsfähig ist. Unterhaltsbedürftig ist nur, wer sich aus seinem Einkommen und seinem Vermögen nicht selbst unterhalten kann. Minderjährige Kinder müssen dabei nur Vermögenserträge, nicht …
Verlängerung einer Betreuung mit Einwilligungsvorbehalt
Bei der Verlängerungsentscheidung über eine Betreuung mit Einwilligungsvorbehalt hat das Gericht hinsichtlich der Betreuung und hinsichtlich des Einwilligungsvorbehalts darüber zu entscheiden, ob und in welchem Umfang diese fortzusetzen oder aufzuheben sind. Für die Anordnung eines Einwilligungsvorbehalts muss eine konkrete Gefährdung …
Vergütung – Wann liegt ein besonders schwieriger Fall vor?
Bei vermögenslosen Betreuten, also bei Vergütungen, die aus der Staatskasse bezahlt werden, sind ausschließlich die Stundensätze des VBVG (Betreuervergütungsgesetz) maßgeblich. Dass diese Regelung auch verfassungsrechtlich unbedenklich ist, hat das BVerfG bestätigt. Bei bemittelten Betreuten, für die die Staatskasse nicht eintritt, …
Betrunkener Fahrzeugführer beim Wendemanöver
Im zu entscheidenden Fall hatte ein betrunkener Fahrzeugführer bei einem Wendemanöver Garagentore und Gartenmauern verschiedener Personen beschädigt. Wenn sich einzelne Schadensereignisse als Teil eines einheitlichen Vorgangs oder eines einheitlichen Geschehensablaufs darstellen, liegt dennoch nur ein Versicherungsfall. So lag der Fall …
Die Kündigungserklärung
Die Kündigungserklärung ist jederzeit möglich, auch schon vor Arbeitsaufnahme, jedoch nicht zur „Unzeit“. In diesem Fall ist die Kündigung, wenn ihr widersprochen wird, unwirksam. Sie ist grundsätzlich formlos gültig, jedoch finden sich häufig Formvorschriften in Arbeits- oder Tarifverträgen. Es muss …
Zwangsgeldfestsetzung gegen Betreuer wenn Betreuter sich weigert eine Selbstverwaltungserklärung abzugeben?
Der am 19.11.2015 bestellte Betreuer wendete sich im vorliegenden Fall gegen die Auferlegung eines Zwangsgeldes. Die Betreuung umfasste unter anderem den Aufgabenkreis der Vermögenssorge. Am 11.12.2017 erstellte der Betreuer ein Vermögensverzeichnis. Diesem waren Kontoauszüge beigefügt, aus denen sich Barabhebungen ergaben. …
Update: AnwaltOnline Mietspiegel Programm 7.08
Das Mietspiegel Programm von AnwaltOnline enthält Mietspiegeldaten von aktuell 688 deutschen Städten. Die neue Version 7.08 steht kostenlos zum Download bereit. Neu oder aktualisiert: Olfen, Senden, Rosendahl, Nottuln, Nordkirchen, Lüdinghausen, Havixbeck, Dülmen, Billerbeck, Ascheberg, Schöneiche bei Berlin, Wunstorf, Springe, Mannheim, …
Überholen im Überholverbot
Wird bei der Abwägung der beiderseitigen Verursachungs- und Verschuldensbeiträge zulasten eines Unfallbeteiligten ein Überholen im Überholverbot berücksichtigt, so darf nicht offenbleiben, auf welcher Fahrbahn sich die Kollision ereignet hat, mithin ob das überholte Fahrzeug selbst einen Fahrbahnwechsel vorgenommen hat. Gehen …
Auskunftspflicht des Betreuers gegenüber den Erben – Abbruch der medizinischen Behandlung des Betreuten
1. Ein Betreuter und nach seinem Tod seine Erben haben grundsätzlich einen Anspruch auf Rechnungslegung des verwalteten Vermögens. Zur Erfüllung kann auf eine abgegebene ordnungsgemäße Schlussrechnung, die gegenüber dem Betreuungsgericht erfolgt ist, Bezug genommen werden. 2. Ein Betreuer bedarf grundsätzlich …
Keine Bestellung eines weiteren Betreuers zur Abgabe einer Einwilligung zur Datenverarbeitung i. S. der DS-GVO
Der Betreuer hatte die Erweiterung der rechtlichen Betreuung beantragt mit dem Ziel, einen weiteren Betreuer zu bestellen, der ihm – dem Betreuer – gegenüber eine Einwilligung zur Datenverarbeitung, die bei seiner Betreuungsführung anfällt (Speicherung und Weitergabe der Daten des Betreuten …
Vorversterben des insgesamt Ausgleichsberechtigten und der Versorgungsausgleich
Im Abänderungsverfahren nach § 51 VersAusglG ist die Vorschrift über den Tod eines Ehegatten (§ 31 VersAusglG) uneingeschränkt anzuwenden; die Anwendung des § 31 Abs. 1 Satz 2 VersAusglG führt deshalb im Falle eines Vorversterbens des insgesamt Ausgleichsberechtigten dazu, dass …
Streit um Lichtentzug durch Holzstapel
Im zu entscheidenden Fall stritten zwei Grundstücksnachbarn um einen Holzstapel an der Grundstücksgrenze. Dieser würde nämlich der ebenfalls direkt an der Grundstücksgrenze befindlichen Hecke des Nachbarn das Tageslicht entziehen. Nach der Landesbauordnung von Rheinland-Pfalz ist ein Holzstapel, der weniger als …
1%-Regelung auch wenn die Nutzungsentnahme 50% der Gesamtaufwendungen für das Kfz übersteigt?
Auch wenn die Anwendung der 1%-Regelung seit 2006 voraussetzt, dass das Kfz zu mehr als 50% betrieblich genutzt wird, ist es verfassungsrechtlich nicht geboten, die nach der 1%-Regelung ermittelte Nutzungsentnahme auf 50% der Gesamtaufwendungen für das Kfz zu begrenzen. Der …
Keine Entziehung der Fahrerlaubnis trotz 3,12 Promille?
Im vorliegenden Fall hatte der Betroffene mit 3,12 Promille ein Fahrzeug geführt und seit der Tat – erfolgreich – an einer Verkehrstherapie teilgenommen. In einem solchen Fall kann von der Entziehung der Fahrerlaubnis abgesehen werden. Zwar liegt in der vom …
Zeit- und Kostenaufwand für Auskunftserteilung
Die Beschwer eines zur Auskunft verpflichteten Antragsgegners – hier: Verpflichtung zur Auskunftserteilung in der abgetrennten Folgesache Zugewinnausgleich – bemisst sich nach seinem Interesse, die Auskunft nicht erteilen zu müssen; es kommt auf den Aufwand an Zeit und Kosten an, den …
Zweiwochenfrist zur Anhörung des Fahrzeughalters nach einem mit seinem Fahrzeug begangenen Verkehrsverstoß
Hat die für die Ahndung eines Verkehrsverstoßes zuständige Bußgeldstelle die von der Rechtsprechung entwickelte Zwei Wochenfrist zur Anhörung des Fahrzeughalters nach einem mit seinem Fahrzeug begangenen Verkehrsverstoß eingehalten, so kann sich der Fahrzeughalter nicht mit Erfolg darauf berufen, das zum …
Mehrarbeitsanordnung bei Warnstreik und die Mitbestimmung des Betriebsrats
Die Mitbestimmung des Betriebsrats bei der vorübergehenden Verlängerung der betriebsüblichen Arbeitszeit nach § 87 Abs. 1 Nr. 3 BetrVG ist nicht aus arbeitskampfrechtlichen Gründen suspendiert, wenn der Arbeitgeber Mehrarbeit gegenüber allen dienstplanmäßig eingeteilten Arbeitnehmern zur Aufarbeitung streikbedingter Arbeitsrückstände nach Beendigung …
Vertretbarer Grund für eine Nichtbeförderung bei Flugstornierung durch den Reiseveranstalter
Wurde ein Fluggast aufgrund einer durch den Reiseveranstalter veranlassten Flugstornierung nicht befördert, so ist die Fluggesellschaft nicht für die Nichtbeförderung verantwortlich, so dass auch kein Anspruch auf eine EU-Ausgleichszahlung besteht. Im zu entscheidenden Fall erfuhren der Reisende am Abfertigungsschalter, dass …
Einheitlicher Formularmietvertrag über Wohnung und Garage: Kündbarkeit der Garagenmiete?
Eine Garagenkündigung in einem einheitlichen Mietvertrag ist auch dann unzulässig, wenn der Mietvertrag eine AGB-Regelung enthält, dass das Mietverhältnis über die Garage gesondert gekündigt werden kann. Eine entsprechende Vorschrift innerhalb einer Vielzahl von Regelungen eines vorformulierten Mietvertrags verstößt gegen § …
Rückzahlung überzahlter Miete auf Grundlage der Berliner Mietbegrenzungsverordnung
Da es sich bei dem Berliner Wohnungsmarkt nicht um einen einheitlichen Wohnungsmarkt im Sinne von § 556 d Abs. 2 BGB handelt, die Berliner Mietbegrenzungsverordnung Berlin aber (unzulässig) als ein Gebiet zusammenfasst, ist die Verordnung unwirksam. Es gibt in den …
Unerlaubte Vermietung über Airbnb und die Beweissicherung des Vermieters
Im vorliegenden Fall war eine Wohnung untervermietet worden. Dies war vom Vermieter genehmigt. Die Wohnung wurde dann aber ohne Zustimmung des Vermieters oder Hauptmieters über Airbnb angeboten. Ein Mitarbeiter der Hausverwaltung des Vermieters mietete die Wohnung daraufhin zum Schein für …
Erlass eines Ausreiseverbots gegen sorgeberechtigten Elternteil im Wege einstweiliger Anordnung
Der Erlass einer einstweiligen Anordnung, mit der es einem sorgeberechtigten Elternteil untersagt wird, aus der Bundesrepublik Deutschland auszureisen (sog. Ausreiseverbot) sowie das Bundespolizeipräsidium ersucht wird, durch geeignete Maßnahmen die Ausreise zu verhindern, bedarf aufgrund der damit verbundenen Einschränkung des Elternrechts …
Berechnung der 44 EUR-Freigrenze bei Sachbezügen
1. Üblicher Endpreis i.S. von § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG ist der Endverbraucherpreis und damit der im allgemeinen Geschäftsverkehr von Letztverbrauchern für identische bzw. gleichartige Waren tatsächlich gezahlte günstigste Einzelhandelspreis am Markt (Bestätigung der ständigen Rechtsprechung). 2. Liefert …
Bemessung des unpfändbaren notwendigen Unterhalts des Schuldners
Der unpfändbare notwendige Unterhalt des Schuldners (vorliegend von Unterhaltsansprüchen eines nichtehelichen minderjährigen Kindes) im Sinne des § 850d Abs. 1 Satz 2 ZPO entspricht grundsätzlich dem notwendigen Lebensunterhalt im Sinne des 3. und 11. Kapitels des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (im …
Wirksamkeit einer formularmäßigen Preisanpassungsklausel von Air Berlin
Der Flugpreis darf nach der Buchung nicht einfach mithilfe der Allgemeinen Geschäftsbedingungen erhöht werden. Vorliegend wurde eine entsprechende Klausel für unwirksam erklärt, da die Klausel gegen das Transparenzverbot verstieß. Diese war unübersichtlich strukturiert und kompliziert formuliert. Von einer klaren, einfachen …
DSGVO und das Mietrecht – was man über den Datenschutz wissen sollte
Die Datenschutzgrundverordnung hat auch vor dem Mietrecht nicht halt gemacht und betrifft hier die Vermieter – auch private Vermieter sind nicht ausgenommen. Auch wenn dies bei vielen Vermietern noch ausgeblendet wird, so ist es dennoch sinnvoll, sich mit der Materie …
Economy-Flug storniert – darf Business-Class gebucht werden?
Die Annullierung eines Economy-Fluges durch die Fluggesellschaft berechtigt den betroffenen Fluggast nicht dazu, einen Ersatzflug in der Business-Klasse zu buchen. Tut er dies dennoch, besteht keine Verpflichtung zur Erstattung der Ticketkosten. Dies gilt insbesondere im vorliegenden Fall, bei dem die …
Eis und Schnee
Kommt es zu einem Wintereinbruch mit Eis und Schnee, so beginnt regelmäßig auch das Verkehrschaos. Viele Autos sind nicht auf die geänderten Witterungsbedingungen eingestellt, so dass es leicht zu vermeidbaren Fehlern kommt. Wer mit Sommerreifen im Winter in einen Unfall …
Bezugnahmeklausel als Gleichstellungsabrede
Macht ein tarifgebundener Arbeitgeber in einer von ihm formulierten Bezugnahmeklausel die Anwendbarkeit tariflicher Bestimmungen ausdrücklich davon abhängig, dass diese für ihn „verbindlich“ sind, bringt er damit in der Regel mit hinreichender Deutlichkeit zum Ausdruck, dass mit der Klausel nur die …
Hotelmängel
Grundsätzlich gelten auch für Hotelmängel die gleichen Voraussetzungen wie für alle anderen Reisemängel. Werden also vertraglich zugesicherte Eigenschaften nicht eingehalten, so liegt ein Reisemangel vor, wenn hierdurch der vertraglich vorausgesetzte Nutzen gemindert oder aufgehoben wird. Ein besonders häufig auftretender Punkt …
Darlegungs- und Beweislast für große Ankunftsverspätung
Ein Flugpassagier genügt seiner Darlegungspflicht indem er den Zeitpunkt angibt, an dem er das Flugzeug verlassen konnte. Sofern die Fluggesellschaft dieser Darstellung entgegentreten will, ist anzugeben, zu welchem Zeitpunkt die erste Tür zum Ausstieg geöffnet wurde. Die generelle Behauptung, die …