Routenänderungen einer geplanten Seereise sind nur dann zulässig, wenn die Gründe hierfür nach Vertragsschluss eintreten. Entfallen bei einer Kreuzfahrt von acht vorgesehenen Anlaufhäfen drei ist eine Minderungsquote von 25 Prozent angemessen. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: Ein Ehepaar …
Tag: 14. Mai 2024
Lücken im Sitzungsprotokoll – und die Beweiskraft des Tatbestands
Der durch den Tatbestand eines Urteils erbrachte Beweis wird durch bloße Lücken des Sitzungsprotokolls oder sein Schweigen über bestimmte Vorgänge nicht entkräftet. § 314 Satz 2 ZPO setzt voraus, dass die Feststellungen im Protokoll ausdrücklich oder doch unzweideutig dem Tatbestand …
Formwechsel – und die Bekanntgabe eines Grunderwerbsteuerbescheides
Wird eine KG formwechselnd in eine GmbH umgewandelt, ist ein nach dem Formwechsel noch an die KG adressierter Grunderwerbsteuerbescheid wirksam. Bei einem Formwechsel ändert sich nur die Rechtsform, während die rechtliche und wirtschaftliche Identität der Gesellschaft unverändert bleibt. Bei einer …
Sonstige Familiensachen – und ihre Abgrenzung von allgemeinen Zivilsachen.
Mit der Abgrenzung von sonstigen Familiensachen zu allgemeinen Zivilsachen hatte sich aktuell der Bundesgerichtshof zu befassen: Dem zugrund lag ein Streit geschiedener Eheleute um die Verteilung des Erlöses aus dem Verkauf der in der Ehezeit als Familienheim genutzten Immobilie. Das zunächst …
Kindergeldzahlung bei der Nettolohnabrede – und der steuerpflichtige Bruttolohn
Das im Rahmen einer Nettolohnvereinbarung an den Arbeitgeber abgetretene und an diesen gezahlte Kindergeld mindert im Jahr der Zahlung den Bruttoarbeitslohn des Arbeitnehmers. Gemäß § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG gehören zu den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit …
Überleitung in die S-Tabelle des TV-L
§ 29e TVÜ-Länder macht die Überleitung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst nicht von deren vorheriger Antragstellung abhängig. Eine solche Regelung sieht die Norm – anders als bspw. § 29a Abs. 3 Satz 1 oder § 29d Abs. 2 Satz …
Die Verdachtskündigung eines Betriebsratsvorsitzenden
Bestehende Verdachtsmomente für das Vorliegen einer Pflichtverletzung des Arbeitnehmers sind für eine Verdachtskündigung jedenfalls dann nicht ausreichend, solange auch andere Geschehensabläufe denkbar sind, die den Ausspruch einer außerordentlichen Kündigung nicht rechtfertigen. Mit dieser Begründung hat das Landesarbeitsgericht Hamm jetzt die …
Betriebsvereinbarung zur Corona-Prämie für Pflegekräfte – und der Gleichbehandlungsgrundsatz
Der Verstoß einer Betriebsvereinbarung gegen den betriebsverfassungsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz begründet keinen Anspruch eines – aus dem Kreis der Begünstigten ausgeschlossenen – Arbeitnehmers auf eine „Anpassung nach oben“, wenn Regelungsgegenstand der bereits vollständig durchgeführten Betriebsvereinbarung ausschließlich die Verteilung staatlicher Mittel (hier: einer …






