Unerwünschtheit der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz muss nach außen in Erscheinung getreten und erkennbar sein

Wurde eine Arbeitnehmerin im Betrieb ohne ihre Zustimmung von einem Arbeitskollegen sexuell belästigt, so stellt diese Beeinträchtigung der sexuellen Selbstbestimmung einen Kündigungsgrund dar. Kündigungsrechtlich ist die Begriffsbestimmung der „sexuellen Belästigung“ aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz maßgeblich. ……

Private Telefonate von Auszubildenden

Bei Auszubildenden ist der Arbeitgeber auch bei bereits vorliegender Abmahnung gehalten, eine weitere Abmahnung auszusprechen und geeignete pädagogische Maßnahmen zu ergreifen, bevor dem Auszubildenden fristlos gekündigt wird. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Schaden wie vorliegend sehr gering ist (€ …

Mitbestimmung bei der Arbeitszeit

Das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats nach § 87 Abs. 1 Nr. 2 BetrVG über Beginn und Ende der Arbeitszeit sowie die Verteilung der Arbeitszeit auf die einzelnen Wochentage erfasst nicht nur die Vereinbarung von Dienstplänen für bestimmte innerbetriebliche Fallgestaltungen, sondern darüber …

Entschädigung eines schwerbehinderten Bewerbers

Enthält ein Arbeitsvertragsformular, das dem Bewerber nach einem Einstellungsgespräch zur Unterzeichnung vorgelegt wird, die Formulierung „Der Mitarbeiter erklärt, dass er zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses den Bestimmungen des Schwerbehindertengesetzes nicht unterliegt.“, so liegt allein hierin eine Benachteiligung wegen der Schwerbehinderung nach …

Ausschluss aus dem Betriebsrat

Ein Betriebsratsmitglied (hier: Betriebsratsvorsitzender) kann auf Antrag der Arbeitgeberin aus dem Betriebsrat ausgeschlossen werden, wenn er androht, seine anstehenden Betriebsratsaufgaben (Verhandlung einer Betriebsvereinbarung zur Schichtarbeit am Wochenende) erst erledigen zu können oder zu wollen, wenn seine privaten Angelegenheiten (Forderung nach …

Kein Widerruf von Aufhebungsverträgen

Eine Arbeitnehmerin kann einen Vertrag, durch den das Arbeitsverhältnis beendet wird (Aufhebungsvertrag), auch dann nicht widerrufen, wenn er in ihrer Privatwohnung abgeschlossen wurde. Ein Aufhebungsvertrag kann jedoch unwirksam sein, falls er unter Missachtung des Gebots fairen Verhandelns zustande gekommen ist. …