Bei einer vorsätzlichen Trunkenheitsfahrt nach § 316 Abs. 1 StGB kann unter besonderen Umständen – insbesondere bei einer Fahrstrecke von unter 25 Metern und einem einmaligen Situationsversagen ohne charakterliche Ungeeignetheit – von der Entziehung der Fahrerlaubnis abgesehen und stattdessen lediglich …
Kategorie: Blawgs
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Flugverspätung: Airline haftet für Säumniszuschlag beim Mietwagen
Eine Fluggesellschaft haftet bei Verspätung für alle adäquat-kausalen Folgeschäden – auch für einen Säumniszuschlag, der dadurch entsteht, dass der Fluggast die gebuchte Mietwagenstation erst nach Ablauf der regulären Öffnungszeiten erreicht. Ein auf die entgeltliche Beförderung von Personen gerichteter Luftbeförderungsvertrag ist …
Beschwerdebefugnis des Vorsorgebevollmächtigten bei Anordnung einer Kontrollbetreuung
Die Beschwerdebefugnis eines nahen Angehörigen nach § 303 Abs. 2 Nr. 1 FamFG setzt lediglich voraus, dass das Rechtsmittel dem objektiven Interesse des Betroffenen zumindest auch dient. Es genügt, wenn der Rechtsmittelführer schlüssig behauptet, die angegriffene Entscheidung verletze den Betroffenen …
Überzahlung durch Behördenfehler: Betreuer haftet, wenn der Bescheid nicht gelesen wird
Wer einen Bewilligungsbescheid nicht liest und dabei eine offensichtliche Überzahlung übersieht, handelt grob fahrlässig und kann sich nicht auf Vertrauensschutz berufen. Dies gilt auch dann, wenn die Rechtswidrigkeit des Bescheids auf einem Eingabefehler der Behörde beruht. Der Vertrauensschutz entfällt damit …
Reiseveranstalter haftet bei unkontrollierbaren Flughafenwartezeiten
Verpasst ein Reisender seinen Flug aufgrund exzessiver Wartezeiten am Check-In und an der Sicherheitskontrolle des Flughafens, ist der dadurch eingetretene Reisemangel nicht dem Reisenden zuzurechnen – auch dann nicht, wenn er die empfohlene Ankunftszeit geringfügig unterschritten hat. Der Reiseveranstalter haftet …
Feuerwehrzufahrt blockiert: Pauschale Abschleppkosten sind rechtmäßig
Das Halten vor einer amtlich gekennzeichneten Feuerwehrzufahrt ist nach § 12 Abs. 1 Nr. 5 StVO unzulässig. Ein durch ordnungsgemäß aufgestellte und amtlich gesiegelte Verkehrszeichen gekennzeichnetes Halteverbot vor einer Feuerwehrzufahrt begründet eine fortbestehende Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Die …
Eltern als Betreuer dürfen Pflegegeld des Kindes auf eigenes Konto überweisen
Pflegegeld nach § 37 SGB XI sowie Sozialleistungen für Unterkunft und Heizung nach § 42a Abs. 3 SGB XII stellen betreuungsrechtliches Verfügungsgeld im Sinne des § 1839 Abs. 1 Satz 1 BGB dar. Als Betreuer eingesetzte Eltern, die mit dem …
Arbeitgeber darf Urlaub nicht pauschal auf zwei Wochen begrenzen
Ein Arbeitgeber kann den Urlaubswunsch eines Arbeitnehmers nicht pauschal mit dem Hinweis auf eine betriebliche Regelung ablehnen, wonach nicht mehr als zwei Wochen zusammenhängender Urlaub gewährt werde. Nach § 7 Abs. 2 Satz 1 BUrlG ist Urlaub zusammenhängend zu gewähren. …
Stellplatz verloren: WEG-Mehrheitsbeschluss zur Stellplatzvermietung ist wirksam
Die Wohnungseigentümergemeinschaft kann durch Mehrheitsbeschluss die Vermietung von im Gemeinschaftseigentum stehenden Stellplätzen beschließen, ohne dass hierin ein anfechtbarer Nachteil für einzelne Eigentümer liegt. § 13 Abs. 2 WEG gewährt kein Recht zur unentgeltlichen Eigennutzung von Gemeinschaftseigentum, sondern regelt lediglich das …
Bahnreisen: Wann darf die Bahn die Beförderung verweigern?
Wer ein Bahnticket kauft, geht davon aus, auch mitgenommen zu werden. Doch der Kauf eines Fahrscheins verbrieft nicht in jedem Fall das Recht, in einem bestimmten Zug zu sitzen – und unter bestimmten Voraussetzungen darf das Eisenbahnunternehmen die Beförderung sogar …
Ländervorschlag zum besseren Schutz von Betriebsratswahlen
Niedersachsen und Bremen haben einen Entschließungsantrag eingebracht, der das Ziel verfolgt, Betriebsratswahlen besser zu schützen. Der Bundesrat entscheidet darüber am 12. Juni 2026. Der aktuelle Entschließungsantrag ergänzt Vorschläge der Länder zur Verbesserung des Betriebsratsrechts, die der Bundesrat Juli 2025 beschlossen …
Mitwirkungspflicht bei Fahreignungsbegutachtung und Grenzen des Vorbehalts
Wer eine angeordnete Fahreignungsbegutachtung nur unter der Bedingung akzeptiert, dass bestimmte Aktenbestandteile dem Gutachter vorenthalten werden, verweigert die Begutachtung. Wird ein Fahrerlaubnisinhaber behördlich zur Beibringung eines ärztlichen Gutachtens aufgefordert und kommt er dieser Anordnung nicht nach, darf die Fahrerlaubnisbehörde gemäß …
Verkehrsunfall: Ersatzfähigkeit von Mietwagenkosten und Nutzungsausfall bei Totalschaden
Ein Schadensersatzanspruch nach §§ 7 Abs. 1, 17 Abs. 2 StVG, § 115 VVG erstreckt sich auf die Kosten für die Wiederherstellung des wirtschaftlichen Zustands, der ohne das Schadensereignis bestünde. Maßgeblich ist nach § 249 BGB der erforderliche Herstellungsaufwand. Im …
Steinschlag auf der Windschutzscheibe: Kfz-Vermieter scheitert mit Schadensersatzforderung
Steinschlagschäden an der Windschutzscheibe eines gemieteten Kraftfahrzeugs stellen keine vom Mieter zu vertretende Beschädigung der Mietsache dar, sondern fallen unter den Begriff der normalen Gebrauchsspuren im Sinne des § 538 BGB. Das Risiko eines Steinschlags im laufenden Straßenverkehr ist ein …
Bettgitter im Pflegeheim: Wann ist die Freiheitsentziehung betreuungsrechtlich zulässig?
Freiheitsentziehende Maßnahmen wie Bettgitter oder Sitzhose im Rollstuhl können betreuungsgerichtlich genehmigt werden, wenn mildere Mittel – wie etwa Niederflurbetten – nicht zur Verfügung stehen. Weder Gericht noch Betreuer können eine Pflegeeinrichtung zur Anschaffung solcher Alternativen verpflichten; diese Befugnis obliegt allein …
Bauseitiger Schimmelbefall: 60 % Mietminderung – warum 80 % zu hoch gegriffen war
Schimmelbefall in einer Mietwohnung berechtigt zur Mietminderung – die Höhe richtet sich jedoch nach dem tatsächlichen Ausmaß der Gebrauchsbeeinträchtigung, nicht nach dem bloßen Flächenverhältnis befallener Räume zur Gesamtwohnfläche. Eine Minderungsquote von 80 % oder mehr setzt voraus, dass die Gebrauchstauglichkeit …
Erstattungsfähigkeit von Verbringungskosten bei Fahrzeugreparaturen
Ein Anspruch auf Freistellung von unfallbedingten Verbringungskosten ergibt sich aus §§ 7 Abs. 1 StVG, 115 VVG. Der Haftpflichtversicherer ist verpflichtet, dem Geschädigten den Schaden zu ersetzen, der durch den Betrieb des versicherten Fahrzeugs verursacht wurde. Nach ständiger Rechtsprechung des …
Entziehung der Fahrerlaubnis wegen Alkoholabhängigkeit
Nach § 3 Abs. 1 Satz 1 StVG und § 46 Abs. 1 FeV ist die Fahrerlaubnis zu entziehen, wenn sich der Inhaber als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen erweist. Alkoholabhängigkeit führt nach Nr. 8.3 der Anlage 4 zur FeV …
Kündigung des Pflegeheimplatzes: Forensische Unterbringung wird zum gewöhnlichen Aufenthalt
Eine zwangsweise Unterbringung in einer Justizvollzugsanstalt, Entziehungsanstalt oder einem psychiatrischen Krankenhaus begründet grundsätzlich keinen gewöhnlichen Aufenthalt. Fehlt der betroffenen Person jedoch jeder andere Daseinsmittelpunkt – etwa weil der bisherige Pflegeheimplatz gekündigt wurde und eine Rückkehr nicht absehbar ist – so …
Beweismaßstab bei der Feststellung eines qualifizierten Rotlichtverstoßes
Ein Rotlichtverstoß liegt bereits dann vor, wenn ein Fahrzeugführer bei Rotlicht in den durch die Lichtzeichenanlage gesicherten Bereich einfährt. Dies erfüllt den Tatbestand des § 37 Abs. 2 StVO i.V.m. § 49 Abs. 3 Nr. 2 StVO und § 24 …
Fahrerlaubnisentziehung bei Chorea Huntington
Einer an Chorea Huntington erkrankten Führerscheininhaberin, die bei einem Fahreignungstest unterdurchschnittlich abgeschnitten hat, darf die Fahrerlaubnis entzogen werden. Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde: Bei der über 70 Jahre alten Klägerin wurde 2012 die Krankheit Chorea Huntington diagnostiziert. Sie …
Mietspiegel Märkischer Kreis
Mietspiegel für Märkischer Kreis vom 01.04.2026 (PLZ Bereich: 58507 – 58849) …
Gewerbemietvertrag: Einigungsmangel über wesentliche Vertragsbestandteile
Für das wirksame Zustandekommen eines gewerblichen Mietvertrages ist eine Einigung über die sogenannten Essentialia negotii („die wesentlichen Stücke des Geschäfts“) erforderlich. Hierzu zählen insbesondere die Bestimmung des Mietgegenstandes, die Höhe des Mietzinses, die Vereinbarung über Nebenkosten sowie die Vertragsdauer. Diese …
Werkstatt repariert nicht: Kfz-Eigentümer hat Anspruch auf Nutzungsausfallentschädigung
Ein Anspruch auf Nutzungsausfallentschädigung gegen einen Kfz-Reparaturbetrieb scheitert nicht daran, dass das Fahrzeug bei Auftragserteilung bereits nicht mehr fahrbereit war. Befindet sich der Unternehmer mit der Nacherfüllung in Verzug, ist der vorenthaltene Gebrauchswert des reparierten Fahrzeugs ab dem geschuldeten Fertigstellungszeitpunkt …
Betreuer haftet für Sozialhilfe-Überzahlung bei Verstoß gegen Mitwirkungspflichten
Ein rechtlicher Betreuer, der eine für die Sozialhilfegewährung relevante Änderung in der wirtschaftlichen Situation der betreuten Person nicht mitteilt, handelt grob fahrlässig und sozialwidrig. Er kann nach § 92a Abs. 4 BSHG persönlich zum Ersatz der dadurch zu Unrecht erbrachten …
Verwertungskündigung ohne Zweckentfremdungsgenehmigung: Kündigung unwirksam
Eine Verwertungskündigung nach § 573 Abs. 2 Nr. 3 BGB zum Zweck des Abrisses und Neubaus eines Wohngebäudes ist unwirksam, wenn dem Mieter die Kündigung zugeht, bevor die erforderliche Zweckentfremdungsgenehmigung erteilt wurde. Die Genehmigung muss bereits im Zeitpunkt des Zugangs …
Rückkehrpflicht für über Uber X gebuchte Mietwagen ist bei rein nationalem Sachverhalt nicht am Unionsrecht zu messen
Die sich aus dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG) für Mietwagen ergebende Verpflichtung zur unverzüglichen Rückkehr zum Betriebssitz nach Ausführung des Beförderungsauftrags fällt bei fehlendem grenzüberschreitendem Bezug nicht in den Anwendungsbereich des Unionsrechts. Durchgreifende Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit dieser Rückkehrpflicht hat der Bundesgerichtshof …
Autopanne als Falle: Kein Verlust des Kaskoschutzes trotz steckendem Zündschlüssel
Das Steckenlassen des Zündschlüssels beim Verlassen eines Fahrzeugs begründet nicht in jedem Fall den Vorwurf grober Fahrlässigkeit im Sinne des § 61 VVG. Musste sich dem Versicherungsnehmer die Möglichkeit einer nur vorgetäuschten Panne unter den konkreten Umständen nicht aufdrängen, bleibt …
Datenschutz und Bankgeheimnis: Wie weit reicht das DSGVO-Auskunftsrecht?
Der Auskunftsanspruch gege eine Bank über die Verarbeitung personenbezogener Daten nach Art. 15 DS-GVO verpflichtet Verantwortliche nicht zur Offenlegung interner Verarbeitungsmittel, Datenspeicher oder Cloud-Infrastrukturen, zur Auskunft über bereits gelöschte Daten und auch nicht zur namentlichen Benennung konkreter Drittempfänger – die …
Spurwechsel auf der Autobahn ohne Rückschau: Wer haftet beim Unfall?
Kommt es im unmittelbaren örtlichen und zeitlichen Zusammenhang mit einem Fahrstreifenwechsel zu einem Verkehrsunfall, spricht der Beweis des ersten Anscheins für ein Verschulden des wechselnden Fahrers. Die Verletzung der äußersten Sorgfaltspflicht kann dabei auch dann zur Mithaftung führen, wenn der …
Mietspiegel Iserlohn
Mietspiegel für Iserlohn vom 01.04.2026 (PLZ Bereich: 58636 – 58644) …
Fahrerlaubnisentzug nach Cannabis-Fahrt: Wann ist die MPU-Anordnung rechtswidrig?
Eine einmalige Zuwiderhandlung im Straßenverkehr unter Cannabiseinfluss rechtfertigt die Anordnung zur Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens (MPU) nur dann, wenn eine sogenannte Zusatztatsache hinzutritt, die das Risiko erneuten Cannabismissbrauchs im Straßenverkehr erheblich erhöht. Das bloße Fehlen von Ausfallerscheinungen als Hinweis auf …
Mietspiegel Schwerte
Mietspiegel für Schwerte vom 01.04.2026 (PLZ: 58239) …
„Negerkuss“-Bestellung: Kündigung ohne Abmahnung unverhältnismäßig
Auch ein rassistisch zu wertendes Verhalten eines Arbeitnehmers rechtfertigt keine außerordentliche oder ordentliche Kündigung, wenn das Arbeitsverhältnis über viele Jahre beanstandungsfrei verlaufen ist und der Arbeitgeber zuvor keine Abmahnung ausgesprochen hat. Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz und der Ultima-Ratio-Grundsatz gebieten in solchen Fällen, …
Beweislast beim Schimmel: Vermieter muss Mieterverantwortung nachweisen
Bei Feuchtigkeits- und Schimmelschäden in der Mietwohnung trägt der Vermieter die Verantwortung, solange ihm der Nachweis nicht gelingt, dass die Ursache ausschließlich dem Obhutsbereich des Mieters entstammt. Die Höher einer diesbezüglichen Mietminderung berechnet sich nach der Bruttomiete und kann mithilfe …
Verspätete Schadensmeldung: Wohngebäudeversicherung verweigert Erstattung
Versicherungsnehmer sind verpflichtet, einen Schadensfall unverzüglich beim Versicherer anzuzeigen – und zwar bereits ab Kenntnis des Schadens, nicht erst nach Erhalt des Versicherungsscheins. Wer diese Obliegenheit verletzt und den Schaden zudem eigenständig beseitigt, riskiert den vollständigen Verlust seines Leistungsanspruchs. Dies …
Wärmebrücken am Fenster: Baumangel verpflichtet Vermieter zur Schimmelbeseitigung
Schimmel- und Feuchtigkeitsschäden im Bereich von Fensterlaibungen und Fensterbänken können einen vom Vermieter zu verantwortenden Baumangel darstellen, der zur Mangelbeseitigung verpflichtet und zu einer Mietminderung berechtigt. Schimmel an sonstigen Wand- und Deckenflächen ist dagegen dem Verantwortungsbereich des Mieters zuzuordnen, wenn …
Fristlose Kündigung eines Busfahrers wegen Kundenbeschwerden?
Eine fristlose oder ordentliche Kündigung setzt voraus, dass der Arbeitgeber die Pflichtverletzung des Arbeitnehmers hinreichend beweist – pauschale Kundenbeschwerden und widersprüchliche Indizien genügen nicht. Bleibt der Arbeitgeber beweisfällig, scheidet auch ein auf bewusst wahrheitswidrigen Prozessvortrag gestützter Auflösungsantrag aus, wenn sich …
Schuldnerschutz im Versorgungsausgleich: Versorgungsträger darf Rente einbehalten
Nach § 30 Abs. 1 Satz 1 VersAusglG in der bis zum 31.07.2021 geltenden Fassung war ein Versorgungsträger, der während der Übergangszeit weiterhin an die Witwe oder den Witwer der bisher berechtigten Person leistete, gegenüber der nunmehr berechtigten Person vollständig …
Wer Handwerkertermine blockiert, verliert sein Minderungsrecht
Wer als Mieter Handwerkertermine zur Mängelbeseitigung ohne nachvollziehbaren Grund wiederholt verschiebt oder verweigert, verliert für den Zeitraum der Vereitelung das Recht zur Mietminderung. Daneben setzt eine wirksame Mietminderung grundsätzlich eine ordnungsgemäße Mängelanzeige gegenüber dem Vermieter voraus – ohne diese Anzeige …
Betreuer haftet für Sozialhilfe-Überzahlung bei Verstoß gegen Mitwirkungspflichten
Ein rechtlicher Betreuer, der eine für die Sozialhilfegewährung relevante Änderung in der wirtschaftlichen Situation der betreuten Person nicht mitteilt, handelt grob fahrlässig und sozialwidrig. Er kann nach § 92a Abs. 4 BSHG persönlich zum Ersatz der dadurch zu Unrecht erbrachten …
Ländervorschlag zum besseren Schutz von Betriebsratswahlen
Niedersachsen und Bremen haben einen Entschließungsantrag eingebracht, der das Ziel verfolgt, Betriebsratswahlen besser zu schützen. Der Bundesrat entscheidet darüber am 12. Juni 2026. Der aktuelle Entschließungsantrag ergänzt Vorschläge der Länder zur Verbesserung des Betriebsratsrechts, die der Bundesrat Juli 2025 beschlossen …
Präsident des Bundesverwaltungsgerichts Prof. Dr. Andreas Korbmacher im Ruhestand
Der Präsident des Bundesverwaltungsgerichts Prof. Dr. Andreas Korbmacher ist mit Ablauf des Monats Mai 2026 nach gut 17-jähriger Tätigkeit als Richter am Bundesverwaltungsgericht und fast vierjähriger Ausübung des Präsidentenamts in den Ruhestand getreten.
Herr Prof. Dr. Korbmacher, geboren 1960 in …
Jugendamt holt Kinder aus Kindergarten: Wann wird eine „Herausnahme“ zur Inobhutnahme?
Einem Elternteil bleibt die Antragsbefugnis für verwaltungsgerichtlichen vorläufigen Rechtsschutz gegen eine Inobhutnahme auch dann erhalten, wenn ihm zuvor Teile des Sorgerechts – darunter das Aufenthaltsbestimmungsrecht – entzogen wurden, da das verfassungsrechtlich garantierte Elternrecht aus Art. 6 Abs. 2 GG weiterhin …
Kein Folgeantrag nötig: Grundsicherungsantrag wirkt über den Bewilligungszeitraum hinaus
Ein einmal gestellter Antrag auf Grundsicherungsleistungen im Alter und bei Erwerbsminderung wirkt nach Ablauf des jeweiligen Bewilligungszeitraums fort; ein gesonderter Folgeantrag ist keine materiellrechtliche Anspruchsvoraussetzung. Die befristete Bewilligung durch die Behörde begründet lediglich eine verwaltungsverfahrensrechtliche Befristung, nicht jedoch das Erlöschen …
Nur Vermögenseinkünfte in Deutschland – und kein Differenzkindergeld
Der Anspruch auf Differenzkindergeld ist gemäß Art. 68 Abs. 2 Satz 3 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 ausgeschlossen, wenn die Familie mit dem Kind in einem anderen Mitgliedstaat lebt, dieser niedrigere Familienleistungen als die Bundesrepublik Deutschland erbringt und ein deutscher …
Stellplatz verloren: WEG-Mehrheitsbeschluss zur Stellplatzvermietung ist wirksam
Die Wohnungseigentümergemeinschaft kann durch Mehrheitsbeschluss die Vermietung von im Gemeinschaftseigentum stehenden Stellplätzen beschließen, ohne dass hierin ein anfechtbarer Nachteil für einzelne Eigentümer liegt. § 13 Abs. 2 WEG gewährt kein Recht zur unentgeltlichen Eigennutzung von Gemeinschaftseigentum, sondern regelt lediglich das …
Grundstücksverkauf durch Ehegatten: Auftrag oder eheliche Wirtschaftsgemeinschaft?
Erteilt ein Ehegatte dem anderen während der Trennungsphase eine gesonderte Vollmacht für ein Rechtsgeschäft von herausragender wirtschaftlicher Bedeutung (hier: Verkauf eines Grundstücks), begründet dies ein eigenständiges Auftragsverhältnis mit der Folge, dass der Beauftragte den erlangten Erlös herauszugeben hat. Die für …
Widerruf eines Verbraucherdarlehensvertrags und Anforderungen an Pflichtangaben
Ein Widerruf eines Verbraucherdarlehensvertrags ist nur innerhalb der gesetzlichen Frist wirksam. Nach § 355 Abs. 2 BGB beträgt die Widerrufsfrist 14 Tage ab Vertragsschluss. Voraussetzung für den Fristbeginn ist, dass der Darlehensnehmer ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht belehrt wurde und dass …
Vulkanasche reicht nicht – wann zahlt die Reiseabbruchversicherung bei Naturkatastrophen?
Eine Reiseabbruchversicherung, die Leistungen bei Naturkatastrophen oder Elementarereignissen „am Urlaubsort“ vorsieht, greift nicht schon dann, wenn ein an einem anderen Ort eingetretenes Naturereignis mittelbar Beeinträchtigungen am Urlaubsort verursacht. Versicherungsschutz nur bei Naturkatastrophe „am Urlaubsort“ Reiseabbruchversicherungen enthalten häufig Klauseln, die Leistungen …
